Ikea Altona

2.500 Unterschriften gegen den Bau – 5.000 dafür

Protest in Altona: Gestern übergaben laut "Hamburger Abendblatt" die Initiatoren des Anti-Ikea-Bürgerbegehrens dem Bezirksamt Hamburg Altona 2.500 Unterschriften von Unterstützern. Damit tritt ein Planungsstopp für den Bau des Ikea-Hauses im

Protest in Altona: Gestern übergaben laut "Hamburger Abendblatt" die Initiatoren des Anti-Ikea-Bürgerbegehrens dem Bezirksamt Hamburg Altona 2.500 Unterschriften von Unterstützern. Damit tritt ein Planungsstopp für den Bau des Ikea-Hauses im Frappant-Gebäude an der Großen Bergstraße in Kraft. Das heißt, der Bezirk muss die Pläne für das Haus drei Monate lang auf Eis legen. Zusätzlich unterschrieben Regisseur Fatih Akin (Foto), Schauspieler Peter Lohmeyer, Rocko Schamoni und 80 weitere Aktivisten einen offenen Brief an Ikea-Gründer Ingvar Kamprad. In ihm protestieren sie gegen den Bau, weil in dem Gebäude rund 150 Künstler, Architekten und andere Kreative ihre Ateliers haben.
Wie es jetzt mit dem Projekt weitergeht, ist unklar. Denn Ikea hat das Gelände zwar bereits gekauft, besitzt aber ein Rücktrittsrecht bis Dezember. Offensichtlich greift aber nun tatsächlich der Senat in die Vorgänge ein. So soll es heute Gespräche zwischen Ole von Beust (CDU) und Ikea-Managern geben, in denen der Bürgermeister seine Unterstützung für das erste City-Möbelhaus deutlich machen will.
Zweifellos bleibt der Ikea-Fall in Altona spannend. Laut "Hamburger Abendblatt" gibt es nämlich auch ein Pro-Ikea-Begehren, das bereits 5.000 Unterschriften gesammelt hat. Sollten es mehr als 6.000 Unterschriften werden, würde es zu einem Bürgerentscheid kommen.