Miele

2,2 Prozent Plus in der Bilanz 2009/10 – neuer Großauftrag mit 9.200 Geräten

Jetzt sind die Zahlen offiziell: Um 2,2 Prozent auf 2,83 Mrd. Euro hat Miele seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 (bis 30. Juni) steigern können. Dies sei – nach den

Jetzt sind die Zahlen offiziell: Um 2,2 Prozent auf 2,83 Mrd. Euro hat Miele seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2009/10 (bis 30. Juni) steigern können. Dies sei – nach den leichten Einbußen im Jahr zuvor – wiederum ein Rekord in der 111-jährigen Firmengeschichte. 30 Prozent des Umsatzes entfallen auf das Inland, wo Miele um fünf Prozent auf 840 Mio. Euro zulegte. Zu den Erfolgsfaktoren rechnet das fünfköpfige Management weiterhin die konsequente Premiumpositionierung und die Vorreiterschaft in der Technik, wie sie sich zum Beispiel bei der energieeffizienten Geschirrspüler-Generation G 5000 oder den neuen Smard-Grid-fähigen Geräten beweise. Auch einschlägige Studien zeigen, dass die Marke hoch im Kurs liegt. So wählten Europas Konsumenten Miele im Rahmen der internationalen Verbraucherstudie "Most Trusted Brands" zum zehnten Mal zur vertrauenswürdigsten Marke der Hausgeräteindustrie. Zum 16. Mal zeichneten die Teilnehmer des "Kundenmonitor Deutschland" Miele für den "Besten Kundendienst" der Branche aus. Hinzu kamen zahlreiche Design-Awards sowie Spitzenplätze bei Produktvergleichen.
Im Ausland erzielte Miele mit 1,97 Mrd. Euro trotz Krise immerhin noch einen Zuwachs von 1,1 Prozent, bei zunehmender Dynamik in vielen Ländern. In angestammten Märkten wie Italien, Belgien und Österreich sowie in etablierten Überseemärkten wie Australien, Kanada und Asien sei die Entwicklung sehr positiv. Auch in den USA, wo bekanntlich die Immobilien- und Finanzkrise ihren Ausgang nahm, ist die Talsohle durchschritten. Demgegenüber leiden die Konsumenten in einigen Ländern Süd- und Osteuropas nach wie vor stark unter den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise, bei oft problematischen Staatsfinanzen. Die Euro-Schwäche kam dem Miele-Geschäft außerhalb des Euro-Raumes allerdings zu Gute – nach dem gegenteiligen Effekt im vorherigen Geschäftsjahr. Derzeit wird insbesondere der Markt in Indien aufgebaut: Mit der Eröffnung der Miele Gallery in Neu-Delhi im Herbst 2009 hat hier eine Vertriebsgesellschaft ihr operatives Geschäft aufgenommen. [page_break]
Das Investitionsvolumen lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei weltweit 137 Mio. Euro 50 Millionen unter dem Geschäftsjahr 2008/09. Sie flossen u. a. in eine neue Halle zur Fertigung von Dampfgarern in Bünde, in die Entwicklung und Produktion medizinischer Reinigungs- und Desinfektionsgeräte sowie in ein Elektronikwerk im rumänischen Brasov. Damit erhöht sich die Zahl der Produktionsstandorte auf zwölf, von denen sich acht in Deutschland und je einer in Österreich, China, Tschechien sowie Rumänien befinden. Einen weiteren Investitionsschwerpunkt bildete die Errichtung markengerechter Showrooms ("Miele Galleries") in Adelaide, Barcelona, Kiew, London, Neu-Delhi und Riga. Weitere Showrooms eröffnen in Kürze in Shanghai und Santiago de Chile.
Immer wichtiger wird auch der Bereich "Miele Professional" mit Wäschereimaschinen oder auch der Medizin-, Dental- und Laborbereich als der aktuelle Investitionsschwerpunkt. Bei 294 Mio. Euro kam das Plus auf 2,7 Prozent bei der Profi-Technik. Die Mitarbeiter blieben mit 16.561 weltweit in etwa konstant. Davon werden derzeit in Deutschland 10.324 (117 weniger als ein Jahr zuvor) beschäftigt.
War bislang die Ausstattung des "Burj Khalifa"in Dubai mit rund 7.000 Hausgeräten der größte Einzelauftrag, steht in diesem Jahr ein Großautrag in Istanbul an. 9.200 Miele-Geräte für die Einrichtung von Küchen in 1.000 Apartments des exklusiven Mashattan-Projekts werden für entsprechende Auslastung sorgen. Dennoch blickt das Management auf das laufende Geschäftsjahr "mit vorsichtigem Optimismus".