DMV
“2000 war schwieriges Möbeljahr”
Der Deutsche Möbel-Verbund (DMV) hat jetzt die endgültigen Zahlen für 2000 vorgelegt. Demnach erwirtschaftete der Verband ein Umsatzplus von 1,2 Prozent. Der Außenumsatz erhöhte sich auf 3,13 Mrd. DM, der
Der Deutsche Möbel-Verbund (DMV) hat jetzt die endgültigen Zahlen für 2000 vorgelegt. Demnach erwirtschaftete der Verband ein Umsatzplus von 1,2 Prozent. Der Außenumsatz erhöhte sich auf 3,13 Mrd. DM, der zentralregulierte Umsatz stieg von 1,236 Mrd. auf 1,251 Mrd. DM. "Trotz der kleinen Umsatzsteigerung war auch 2000 ein schwieriges Möbeljahr", kommentiert DMV-Geschäftsführer Hans-Jürgen Schatt. Die Endverbraucher seien nicht mehr berechenbar, dies habe das vergangene Jahr erneut bewiesen. Wurde das verfügbare Einkommen in den ersten Monaten verstärkt für Möbel ausgegeben, brach danach das allgemeine Aktienfiebder aus und zum Ende des Jahres standen Compter und Handys ganz oben auf der Wunschliste. Gerade den mittelständischen Möbelhändlern mache es deshalb schwer zu kalkulieren.
Aufgrund von Liquiditätsproblemen habe sich das "stille Sterben" fortgesetzt.
Auch der DMV konnte sich von dieser Entwicklung nicht abkoppeln.Doch zahlreiche neue Anschlusshäuser konnten den Umsatzverlust mehr als ausgleichen. Derzeit gehören dem Einkaufs- und Marketingverband aus Fahrenzhausen bei München 447 Mitglieder mit 537 Verkaufsstellen an.
Die Strategie des mittelständisch strukturierten Verbands lautet nach wie vor "Profilierung durch Spezialisierung". Denn zusätzlich zu den acht Vertriebsschienen – "akzent", "Contur", "Global", "Polsterado", "Küche Aktiv", "SB-Sparmobil", "Top Sleep" und der neutralen Marketingschiene – bietet der DMV sechs Modulkonzepte, mit denen sich die Mitglieder weiter spezialisieren können.
Mit Sorge blickt Schatt auf die Umsatzentwicklung in den ersten fünf Monaten des Jahres. Nach einem überaschend guten Start sei der Möbelhandel im Februar ins Stocken geraten. Was sich mittlerweile auch in der Umsatzstatistik auswirke, die bis Ende Mai ein Minus von 5,3 Prozent ausweise. Positive Entwicklungen verspricht sich der DMV jedoch spätestens im Herbst, durch die Umstellung auf den Euro und den Wegfall des Rabattgesetzes.

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