Österreichische Holzindustrie

16,4 Prozent weniger Umsatz - trotzdem gibt's Engpässe

Selten zuvor sind so viele ungünstige Parameter zusammen gekommen, resümiert der Fachverband der Holzindustrie Österreichs das vergangene Jahr. Das Wegbrechen wichtiger Exprotmärkte, Rückgänge der Naubautätigkeit und hochverschuldete Haushalte: Dies alles führte dazu, dass die heimische Holzindustrie 2009 Umsatzeinbußen von 16,4 Prozent hinnehmen musste. Von insgesamt 6,12 Mrd. Umsatz entfielen immerhin 74 Prozent auf den Export (-16,4 Prozent). Mit -7 Prozent war auch der Import rückläufig. Das beschäftigte Personal reduzierte sich um 3.000 auf 27.875 Mitarbeiter.

Trotz rückläufiger Nachfrage - die sich zum Jahresende immerhin wieder deutlich mäßigte - beklagt der Verband Engpässe in der Versorgung. Schon 2009 sei es für die österreichische Sägeindustrie schwierig gewesen, an Rundholz heranzukommen. Denn durch die kleinbürgerliche Besitzstruktur des Forstes sei keine kontinuierliche Nutzung gewährleistet, wobei sich 2009 sich der Holzeinschlag reduziert hatte. Andererseits wachse aber in Österreichs Wäldern jährlich ein Überschuss von einem Drittel nach, der nicht verbraucht würde. Insgesamt müssten die USPs der Holzwirtschaft wie Nachhaltigkeit und CO2-Reduktion und Energieeffizienz durch PR-Maßnahmen stärker herausgestellt werden.

Diese Seite teilen