Dr. Cornelius Grupp, Inhaber der Stölzle Oberglas AG, Cornelius Grupp, Torsten Pötzsch, Oberbürgermeister von Weißwasser, Bernd Lange, Landrat, Johann Nagl, Geschäftsführer Stölzle und Ronald Brieger, Werksleiter, (v. l.) Foto: Stölzle Lausitz.

Stölzle Lausitz

130 Jahre Glasmacher-Tradition

Guten Grund zu feiern hatte Stölzle Lausitz Ende Mai. Denn das Unternehmen mit  Firmenstandort im sächsischen Weißwasser wird in diesem Jahr 130 Jahr alt. Im traditionsreichen Zentrum der Glasindustrie ist Stölzle heute der letzte verbliebene Glashersteller mit internationaler Bedeutung. Kunden und Wegbegleiter der Marke waren in die Lausitz gereist, um diesen runden Geburtstag gemeinsam zu feiern.

Basierend auf Oberlausitzer Glaswerke J. Schweig und Co., die 1889 am heutigen Standort der Stölzle Lausitz GmbH gegründet wurden, produziert das Unternehmen aktuell weit über 40 Mio. Trinkgläser pro Jahr. Es setzt dabei ein Verfahren ein, das die maschinelle Produktion von Kelchgläsern hochwertigster Qualität ermöglicht, die der handgemachten, mundgeblasenen sehr nahe kommt. Wie bei der handwerklichen Technik wird auch hier aus einem am Oberteil integrierten Zapfen aus Glasmasse gearbeitet, aus dem der Stiel gezogen und so ein nahtloser Übergang vom Kelch zum Stiel erzielt werden kann. Derzeit gibt es weltweit nur wenige Hersteller, die in der Lage sind, Kelchgläser nach diesem neuesten Verfahren auf gleichbleibend hohem Niveau mit der Maschine zu produzieren.

Neben der Produktionskompetenz kann Stölzle Lausitz auch auf eine langjährige Designkompetenz aufbauen: So prägte ab Mitte der 1930er Jahre der Bauhaus-Pionier Prof. Wilhelm Wagenfeld die Produktentwicklung und die Qualitätsausrichtung der Glashütte. In Zusammenarbeit mit Gestaltern, Architekten und Sommeliers entstehen auch aktuell immer wieder Entwürfe, die höchste Getränkegerechtigkeit mit avantgardistischer Gestaltung vereinen.

Nach wechselvollen Jahren übernahm im Jahr 1996 die Stölzle Oberglas AG die traditionsreiche Produktionsstätte. Seitdem wird kontinuierlich in den Standort Weißwasser investiert, das Investitionsvolumen hat sich seitdem auf rund 40 Mio. Euro summiert. Nach hohem Investment in die Produktion und in ein neues Lager wurden im aktuell letzten Schritt jetzt der Umbau der Logistik und der Ausbau der Glasveredelung abgeschlossen.

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