London
100% Design = 100% Erfolg
Sonntagabend ist die 100% Design – die kleine, populäre Londoner Design-Messe – mit Erfolg zu Ende gegangen. Bereits am ersten Tag, (25.9.) war der Besucherandrang am Earls Court gewaltig und
Sonntagabend ist die 100% Design – die kleine, populäre Londoner Design-Messe – mit Erfolg zu Ende gegangen. Bereits am ersten Tag, (25.9.) war der Besucherandrang am Earls Court gewaltig und auch an den nachfolgenden Tagen kamen die Besucher in Scharen. Dementsprechend gutgelaunt und hochzufrieden gaben sich die 450 internationalen Aussteller. Selbst die horrenden Standgebühren konnten das positive Stimmungsbild nicht verhageln. Was macht den Erfolg der 100% Design aus? Da kommen einige Faktoren zusammen: Die Messe ist in ihren Ausmaßen – im Vergleich zu Köln oder Mailand – überschaubar. D.h., die einzelnen Aussteller werden ganz anders wahrgenommen und bekommen insgesamt mehr Aufmerksamkeit. Das Niveau ist gleichbleibend hoch und vor allem sind die Produkte marktfähig, wie Messechef Ian Rudge im Gespräch betonte: "Die Messe ist kein Spielplatz für Design-Experimente!" Zudem ist der gesamte Interiorbereich vertreten. Von der Tapete über Teppiche, Leuchten, Möbel bis zum Bad und zur Türklinke findet der Besucher ein enorm breites Produkt-Spektrum auf relativ kleiner Fläche. Zusätzliche Attraktivitätssteigerung erfährt die Messe natürlich durch die vielen Events in der Londoner City, in diesem Jahr unter dem Oberbegriff "London Design Festival" zusammengefasst. Darüber hinaus gibt es Wettbewerbe und spezielle Designförderungen für Jungdesigner. Bei der erstmalig parallel stattfindenden Baufachmesse 100% Detail (knapp 100 Aussteller) war der Zulauf allerdings verhalten. Doch hier schlummert gewiss noch Potential, denn die angepeilte Zielgruppe – Architekten und Planer – ist ja vor Ort. Am Aussteller-Konzept und der Präsentation muss sicherlich noch gefeilt werden. Im nächsten Jahr wird es übrigens die erste 100% Design in Moskau geben! Termin: 11. – 14. März 2004. Bild: "Smile Chaise-Longue" von Peter Harvey, London.

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