Polstermöbelindustrie
Neuer Branchenreport
Druckfrisch: Der aktuelle Branchenreport zur Polstermöbelindustrie von der IG Metall. Die Ergebnisse in Kürze: Bereits seit Mitte der 90er Jahre kämpft die deutsche Polstermöbelindustrie mit erheblichen Umsatzeinbrüchen. Im Jahr 2000
Druckfrisch: Der aktuelle Branchenreport zur Polstermöbelindustrie von der IG Metall. Die Ergebnisse in Kürze: Bereits seit Mitte der 90er Jahre kämpft die deutsche Polstermöbelindustrie mit erheblichen Umsatzeinbrüchen. Im Jahr 2000 hat sich der Rückgang der Produktion weiter fortgesetzt – zwischen 1995 und 1999 um fast 15 Prozent auf knapp 3,6 Mrd. DM. Die Zahl der in der Branche beschäftigten Arbeitnehmer sank seitdem sogar um fast 25 Prozent auf ca. 16.000. Als Hauptgrund nennt die Studie die Verlagerung der Produktion in die osteuropäischen Schwellenländer, insbesondere Polen.
Ein weiterer Trend: Der starke Importanstieg. So wurden 1999 rund 20 Prozent mehr gepolsterte Sitzmöbel importiert als 1997. Zwar wuchs im vergangenen Jahr auch der Export, dies konnte die Umsatzeinbußen im Inland jedoch nicht auffangen.
Die wichtigste Aufgabe der deutschen Polstermöbelindustrie sehen Experten der IG Metall darin, die Innovationsfähigkeit der Unternehmen zu verbessern. "Wichtige Grundlagen sind etablierte Markennamen, eine überdurchschnittlich hohe Qualität und zielgruppenorientiertes Design." Diese könnten jedoch, laut IG-Metall-Vorstandsmitglied Wolfgang Rhode, nur mit gutenQualifizierungs- und Weiterbildungsmöglichkeiten erreicht werden. Die Gewerkschaft will sich deshalb in diesem Jahr vor allem mit Fragen der Qualifizierung und mit einer möglichen Flexibilisierung der Arbeitszeiten in der Branche beschäftigen.

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