Wesco

Naber übernimmt die Rechte (mit Update)

Auch wenn es bei der Produktion in Arnsberg nicht mehr weitergeht, die Marke Wesco hat ein Weiterleben. Denn jetzt hat Naber die Namensrechte und auch eine Reihe von Vermögensteilen aus

Auch wenn es bei der Produktion in Arnsberg nicht mehr weitergeht, die Marke Wesco hat ein Weiterleben. Denn jetzt hat Naber die Namensrechte und auch eine Reihe von Vermögensteilen aus der Insolvenzmasse der M. Westermann & Co. GmbH und deren Tochterunternehmen übernommen. Daribn eingeschlossen sind die Rechte an den Websites und Domains sowie am Online-Shop. Der Küchenzubehör-Spezialist aus Nordhorn wird die beliebten Wesco-Produkte eigenständig weiter anbieten und so deren Verfügbarkeit für den Küchen verkaufenden Handel und die Küchenindustrie sicherstellen. So lautet die Presseinfo.

Dazu Familie Naber, als Geschäftsführer der Naber GmbH: „Wir bedauern einerseits sehr, dass wir einen langjährigen und befreundeten Geschäftspartner verlieren. Andererseits freuen wir uns jedoch, die Wesco Produkte in unser Sortiment integrieren zu können. Wir sind überzeugt, dass diese Erweiterung unser Angebot bereichern und unseren Kunden weiterhin die besten Lösungen auf dem Markt bieten wird.”

Von der Abwicklung der M. Westermann & Co. GmbH sind auch die Tochtergesellschaften Villa Wesco auf Mallorca sowie Wesco International betroffen.

Die genauen Bedingungen des Erwerbs wurden nicht offengelegt. Naber plant jedoch, in Kürze weitere Informationen zur Verfügung zu stellen.

Update:

Im Gegensatz zur Produktion in Arnsberg bleibt der Geschäftsbetrieb sowie alle wesentlichen Vermögensgegenstände der affiliierten Produktions- und Zuliefergesellschaft H. Dedores GmbH & Co. GmbH aus Schwarzenberg (Sachsen) erhalten. Dieser wurde durch die D-T-S Drück-Technik-Schwarzenberg aus Grünhain-Beierfeld, vertreten durch Geschäftsführer Uwe Dedores, rückwirkend zum 1. März 2024 übernommen. Im Rahmen der Transaktion gehen alle rund 60 Arbeitsverhältnisse auf die neue Gesellschaft über.

„Es ist sehr bedauernswert, dass wir im Rahmen des Eigenverwaltungsverfahrens keine Arbeitsplätze in Arnsberg erhalten konnten. In Anbetracht der Umstände ist es aber erfreulich, dass wir alle Arbeitsplätze in Schwarzenberg sichern und gleichzeitig mit Naber einen gut aufgestellten Interessenten finden konnten, der die Marke WESCO und die Produkte weiterführt“, sagt dazu Rechtsanwalt Prof. Dr. Dirk Andres von der Kanzlei AndresPartner, der die Unternehmensgruppe als Sanierungsgeschäftsführer durch das Verfahren führt. Als Hintergründe nennt er die hohen Beschaffungs- und Energiepreise und die allgemeine Kaufzurückhaltung das Geschäft. Bereits eingeleitete punktuelle Maßnahmen, wie die Optimierung des Lagermanagements sowie Anpassungen im Personalbereich, hatten nicht ausgereicht, um die Probleme nachhaltig in den Griff
zu bekommen.