Kiveda

Küchen wie Schuhe kaufen

Seit gestern abend ist es nun soweit: Die bereits viel diskutierte Internet-Plattform Kiveda ist online. Letzte Feinheiten werden noch bearbeitet, merkt Mitgeschäftsführer und Initiator Julian Strosek an, sodass offiziell erst

Seit gestern abend ist es nun soweit: Die bereits viel diskutierte Internet-Plattform Kiveda ist online. Letzte Feinheiten werden noch bearbeitet, merkt Mitgeschäftsführer und Initiator Julian Strosek an, sodass offiziell erst morgen der Startschuss gegeben wird. Solange will Strosek sich auch mit genaueren Informationen gegenüber der Presse noch zurückhalten.
Durch verschiedene Interviews wurde über das Vorhaben der drei Jungmanager Julian Strosek, Sebastian Sielmann und Michael Börnicke jedoch schon Ende letzten Jahres berichtet. So schrieb der Onlinedienst deutsche-startups.de am 3. Dezember, dass die European Media Holding (EMH) – bereits bekannt durch den Reifenshop Tirendo und an der Seite von Holtzbrinck Ventures (Mitinvestor der Plattform Zalando) – unter dem Namen "Kiveda" einen "millionenschweren E-Commerce-Ableger" für die Vermarktung von Küchen und Kochaccessoires plane. Mit Blick auf die Geldgeber wird nun eine große Werbewelle erwartet sowie ein "millionenschwerer Angriff" auf den konventionellen Küchenvertrieb. So skizzierte auch die "Süddeutsche Zeitung" die Nervosität der Branche – und verwies darauf, dass sich im Einrichtungshandel immer mehr virtuelle Ladentüren öffnen.
Was aus dem Hype im Vorfeld wirklich wird, ist noch nicht abzusehen. Die ersten Webseiten zeigen immerhin, wie Kiveda funktionieren soll. Grundsätzlich kann bei dem Verkaufsportal in drei Rubriken geordert werden: Küchen, Küchenzubehör, Tisch & Deko. Die Küchen lassen sich in sieben Schritten zusammenstellen, allerdings derzeit nur "en bloc" in einheitlichen Größen. Individuell bestimmen lassen sich Zeilen- oder Winkelküche, Front- und Griffausführung, Gerätepaket und Arbeitshöhe. Die Grundpreise laut vorgegebener Konfiguration bewegen sich zwischen 1.690 und 4.990 Euro, wobei sich diese durch einige Fronten und je nach Gerätemarke erhöhen können. Die Lieferung ist grundsätzlich kostenlos (Premiumlieferung: in zwei Wochen), die Montage optional für 249 Euro zu haben. Darüber hinaus gibt es eine kostenlose Beratungshotline.
Bereits öffentlich wurde auch, dass die Alno-Gruppe (Pino) als Lieferant mit im Boot ist. Belegt wird dies nicht zuletzt durch die Tatsache, dass die angebotenen Geräte bei Kiveda aus dem Whirlpool-Konzern stammen.