VME
Kleines Plus für 2004 – Beter Bed neuer Gesellschafter
Wie der VME heute bekanntgegeben hat, konnte das Jahr 2004 mit einem kleinen Plus in Höhe von 3 Mio. Euro bzw. 0,3 Prozent abgeschlossen werden. Insgesamt lag der zentralregulierte Einkaufsumsatz
Wie der VME heute bekanntgegeben hat, konnte das Jahr 2004 mit einem kleinen Plus in Höhe von 3 Mio. Euro bzw. 0,3 Prozent abgeschlossen werden. Insgesamt lag der zentralregulierte Einkaufsumsatz – nach allen Erlösschmälerungen und ohne MwSt. – bei 1,098 Mrd. Euro. VME-Geschäftsführer Günther Böhme zeigte sich mit der Entwicklung "durchaus zufrieden", vor allem da die Insolvenz und damit der Ausfall von Tegeler vollständig ausgeglichen werden konnte. Desweiteren wurden die Abgänge von insgesamt acht Unternehmen durch Neuzugänge in gleicher Höhe kompensiert. Bereinigt realisierte der Stamm der 180 Gesellschafter ein Einkaufs-Plus von 2 Prozent. Damit habe sich, nach Angaben der VME-Geschäftsführung, der Umsatz des Verbands – nach zwei Jahren mit Minuszahlen – stabilisiert.
Der Außen-Umsatz lag bei ca. 2,5 Mrd. Euro. Erstaunlich ist die mit 95 Prozent sehr hohe Bezugsquote der VME-Häuser, das heißt der Anteil des EK-Umsatzes, der über die Verbundgruppe abgewickelt wird.
Aufgesplittet nach Warengruppen ergibt sich folgendes Bild: Küche: 24,4% (+ 1,2%), Polster: 23% (+ 1,6%), Schlafzimmer: 17%( – 3,6 %) und Wohnzimmer: 8,6% (-6,3%). Neben der positiven Entwicklung bei Küchen und Polstern legte vor allem der Bereich Fachsortimente weiter zu. Mit Leuchten, Spiegeln, Bildern, Teppichen, Haushaltswaren, GPK- sowie Geschenkartikeln erzielte der VME ein EK-Volumen von knapp 100 Mio. Euro.
Das bestätige, laut Böhme, den Trend, dass auch mittelständische Händler sich zunehmend zu Wohnkaufhäusern entwickeln. "Bei den Konsumenten ist angekommen, dass der Möbelhandel in diesen Sortimenten keine Randgeschäfte betreibt, sondern große Kompetenz besitzt." In diesem Jahr will der Verband deshalb vor allem bei Heimtextilien weiter zulegen.
Darüber hinaus soll der Bereich Schlafzimmer forciert werden. Auch durch die Aufnahme des holländischen Spezialisten Beter Bed, der seit 1. Januar dem VME angehört. In den Niederlanden betreibt das Unternemen derzeit ca. 100 Filialen, in Deutschland aktuell 10.
Für 2005 erwartet der Verband einen weiteren Zuwachs in Höhe von 2 Prozent, vor allem durch Neueröffnungen sowie der Aufnahme neuer Gesellschafter.
Mögliche Kooperationen oder Fusionen zieht Böhme jedoch nach wie vor nicht in Betracht, da durch solche Maßnahmen die gewachsene Struktur der eigenen Verbundgruppe gefährdet sein könnte.
Auch Überlegungen zu einer weiteren Möbelmesse – im Gespräch ist aktuell eine neue Veranstaltung in Nürnberg – erteilte Böhme eine klare Absage: "Mit der Internationalen Möbelmesse in Köln sowie den Hausmessen der Hersteller in Verbindung mit der M.O.W. und ähnlichen Veranstaltungen in Süddeustchland, aber auch mit den eigenen Messen der Verbände ist ein völlig ausreichendes Messeangebot gegeben. Wir können uns nicht vorstellen, dass wir selbst oder unsere Anschlussunternehmen eine zusätzliche Messe im Mai besuchen und verkraften könnten."

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