Möbel Höffner/ Teppich-Kibek
Klage gegen Autobahnanbindung
"Der Begriff Wirtschaftsblockade bekommt eine neue Bedeutung." Matthias Popien, Redakteur beim Hamburger Abendblatt, bringt den Streit zwischen Kurt Krieger (Möbel Höffner) und Frank Sachau (Teppich-Kibek) um den Standort Barsbüttel süffisant
"Der Begriff Wirtschaftsblockade bekommt eine neue Bedeutung." Matthias Popien, Redakteur beim Hamburger Abendblatt, bringt den Streit zwischen Kurt Krieger (Möbel Höffner) und Frank Sachau (Teppich-Kibek) um den Standort Barsbüttel süffisant auf den Punkt. Ein geschätztes Investitionsvolumen von 100 Mio. Euro liegt brach, weil zwei Unternehmer nicht auf einen Nenner kommen. Denn Teppich-Kibek klagt jetzt gegen den geplanten und bereits genehmigten Autobahnanschluss Barsbüttel.
Streitpunkt: Sowohl Höffner als auch Kibek haben Grundstücke an der Autobahn A1 gekauft – der eine links, der andere rechts von der Schnellstraße, um dort neue Filialen zu errichten. Das Gewerbegebiet soll aber nur dort erweitert werden, wo sich Kurt Krieger seinen Grund gesichert hat. Anfänglich positive Gespräche über den Verkauf eines Teils des Höffner-Grundstücks an Kibek scheiterten letztendlich offenbar daran, dass sich die beiden Möbelunternehmen auch in Fürth behaken.
Alle Pläne stehen – Krieger will den 10 Mio. Euro teuren Zubringer für das 30.000 qm-Haus sogar selbst bezahlen – Kiel hat die Genehmigung erteilt. Jetzt klagt Kibek. "Ich will niemanden ärgern," erklärt Frank Sachau gegenüber dem Hamburger Abendblatt, "aber meine Grundstücke sind betroffen. Der Zubringer zur Autobahn verläuft direkt über mein Gelände." Jetzt muss die Justiz entscheiden.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren