MBI
Insolvent, aber hoffnungsvoll
Wegen Zahlungsunfähigkeit musste gestern die MBI Software Company in Osnabrück Insolvenz beantragen. Zum Insolvenzverwalter wurde der Osnabrücker Rechtsanwalt Heinrich Stellmach bestellt. Die Klientel des Softwareunternehmens stammt zu fast 100 Prozent
Wegen Zahlungsunfähigkeit musste gestern die MBI Software Company in Osnabrück Insolvenz beantragen. Zum Insolvenzverwalter wurde der Osnabrücker Rechtsanwalt Heinrich Stellmach bestellt.
Die Klientel des Softwareunternehmens stammt zu fast 100 Prozent aus der Möbelindustrie, vor allem aus dem klassischen Mittelstand. Der Auslandsanteil vom Umsatz beträgt rund 30 Prozent, wobei die Gruppe insgesamt über sieben Standorte in Europa und einen in Nordamerika verfügt.
Hintergrund für die Insolvenz seien hohe Forderungsausfälle, wozu etwa 55 Kunden durch eigene Insolvenzen in den letzten drei Jahren beigetragen haben, wie Geschäftsführer Jörg Witthus heute gegenüber Holzmann online erklärte. Nicht betroffen sind die Tochtergesellschaften in Bielefeld und Anfelden. Aber auch für Osnabrück, wo 95 der insgesamt 170 Mitarbeiter beschäftigt sind, gibt es Hoffnung. So soll nun eine Auffanggesellschaft gegründet werden, um die Fortführung des Unternehmens auch ohne Beteiligung von Fremdinvestoren sicherzustellen. "Die Kunden stehen hinter uns. Mein Ziel ist, dass sie von unserer Situation im Grunde gar nichts merken," sieht Witthus einer möglichst schnellen Lösung optimistisch entgegen.

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