ZVEI

Geräte-Entsorgung – Jetzt gehts los

Stichtag 24. März: Ab Freitag tragen Hersteller und Importeure von Elektro- und Elektronikgeräten die finanzielle Verantwortung für die Entsorgung von Altgeräten aus privaten Haushalten. Rund 1,1 Mio. Tonnen gebrauchter Fernseher,

Stichtag 24. März: Ab Freitag tragen Hersteller und Importeure von Elektro- und Elektronikgeräten die finanzielle Verantwortung für die Entsorgung von Altgeräten aus privaten Haushalten. Rund 1,1 Mio. Tonnen gebrauchter Fernseher, Kühlschränke, PCs oder Handys gilt es dann an den etwa 1.500 kommunalen Übergabestellen zurückzunehmen. Die Kosten für die Industrie belaufen sich laut Zentralverband Elektrotechnik- und Elektronikindustrie (ZVEI) auf bis zu 500 Mio. Euro.
Das dafür neuentwickelte Entsorgunsmodell sei gezielt ohne Monopolstrukturen konzipiert worden, es baue auf privatwirtschaftliche Eigenverantwortung. So konzentriere sich die mit hoheitlichen Befugnissen ausgestattete Stiftung Elektronik-Altgeräte-Register (EAR) auf die Registrierung der Marktteilnehmer, die Zuweisung der Abholkontingente und die Einhaltung der Regeln. Alle anderen Aufgaben – von der Bereitstellung der Container über die Abholung bis zur Sortierung und Verwertung – würden dezentral und marktwirtschaftlich organisiert. Für die Festsetzung der noch nicht im Gesetz festgelegten Detailregeln gebe es von allen verpflichteten Herstellern und Importeuren getragene Gremien.
Laut ZVEI ermögliche das neue System ein hohes Maß an Wettbewerb bei der Entsorgung, binde durch die zentrale Registrierung alle Marktteilnehmer ein und sei auf die trotz kurzer Innovationszyklen lange Gebrauchsdauer vieler Elektrogräte abgestimmt. Wettbewerbsrechtliche Bedenken wie früher beim Dualen System seien ebenso eingeflossen. Bei einer Produktlebensdauer von bis zu 15 oder 20 Jahren müsse zudem brücksichtigt werden, dass einige Anbieter bei der Entsorgung der von ihnen stammenden Geräte nicht mehr am Markt aktiv sein werden.