Moulinex-Brandt

Französische Töchter insolvent

Als Europas drittgrößter Hausgerätehersteller musste der französische Konzern Moulinex-Brandt in Paris Insolvenz anmelden. Unmittelbar davon betroffen sind jedoch allein die französischen Tochtergesellschaften. Währenddessen die eigenständigen Gesellschaften im Ausland – wie

Als Europas drittgrößter Hausgerätehersteller musste der französische Konzern Moulinex-Brandt in Paris Insolvenz anmelden. Unmittelbar davon betroffen sind jedoch allein die französischen Tochtergesellschaften. Währenddessen die eigenständigen Gesellschaften im Ausland – wie auch die Brandt Group Hausgeräte GmbH in Ahlen mit den Marken Brandt, DeDietrich und Blomberg – bisher ihren Betrieb unverändert aufrecht erhalten.
Erst Ende letzten Jahres hatte die Brandt-Gruppe – als 100prozentige Tochter des italienischen el.fi-Konzerns – mit Moulinex fusioniert. Die el.fi-Holding hält heute 74,3 Prozent der Anteile von Moulinex-Brandt. Die Insolvenz kam nicht überraschend und wurde vor allem durch den massiven Verdrängungswettbewerb aus Asien bei Kleingeräten ausgelöst: 2000 verzeichnete Moulinex 254 Mio. Euro Verlust. Und schon im April kündigte der Hersteller an, 4.000 seiner 20.000 Mitarbeiter zu kündigen.
Ebenso wie "Moulinette" und Co. werden auch die Großgeräte von den international vertretenen Töchtern produziert. So bezieht die Brandt-Gruppe Deutschland (230 Mio. DM Umsatz, 125 Mitarbeiter) unter anderem Geschirrspüler und Herde aus Frankreich. Lieferschwierigkeiten gebe es aber noch nicht, so Geschäftsführer Michael Richter. Zudem werde für die französischen Unternehmen zurzeit ein Sanierungskonzept entwickelt. Der Finanzmittelbedarf wird auf etwa 477 Mio. DM geschätzt.