DCC
Fokus auf die digitale Transformation
Im Rahmen der DCC-Jubiläumstagung im Kloster Haydau diskutierten die Fachbeiräte auch über die aktuellen Themen der Digitalisierung. Laut DCC-Geschäftsführer Dr. Olaf Plümer wird vor allem der auf EU-Ebene beschlossene Digitale
Im Rahmen der DCC-Jubiläumstagung im Kloster Haydau diskutierten die Fachbeiräte auch über die aktuellen Themen der Digitalisierung.
Laut DCC-Geschäftsführer Dr. Olaf Plümer wird vor allem der auf EU-Ebene beschlossene Digitale Produktpass (DPP) das Tagesgeschäft der Geschäftsstelle in der kommenden Zeit nachdrücklich prägen – derzeit lägen jedoch kaum Handreichungen vor. Zu den noch in der Findungsphase befindlichen Maßgaben gehört beispielsweise die Gestaltung der sogenannten „Verwaltungsschale“. Arbeitsintensiv werde auch die Umsetzung der Forderung gemäß Artikel 8 der ESPR (Ökodesign-Richtlinie), dass über den DPP die „informierte Kaufentscheidung“ der Verbraucher vor dem Kaufvollzug zu ermöglichen ist.
Noch offen sei weiterhin, so Dr. Plümer, was bei einem Produktpass mit „Produkt“ explizit gemeint sei: Ist das „Produkt“ die Küche, eine Kommission, der Küchenschrank, die Arbeitsplatte oder gar jedes einzelne Element in den Stücklisten? Auch das mit dem DPP korrespondierende EU-Produktpassregister – geplant für Massenprodukte, wie es hoch komplexe Möbel gerade nicht sind – wirft derzeit mehr Probleme auf, als dass Klärung erwartet werden könne. Immerhin, so der DCC-Geschäftsführer weiter, ist die Möbelindustrie über VDM und DCC in das neue DIN-Gremium zur Normierung Digitaler Produktpässe eingebunden – was aktive Gestaltungsoptionen eröffnet.
Unter der Leitung von Anika Degenhard trafen sich Experten in diesem Jahr in 29 Einzelsitzungen zum Themenkomplex IDM Living und Küche/Bad, IDM 3D, E-Class, EDI und Beanstandungsmanagement. Degenhard leiste als „Leitung Standardisierung Datenformate“ in dieser Gremien-Matrix erfolgreiche Schwerstarbeit – so wurde dankend hervorhoben. Für den DCC-Digitalindex gilt indes die Pilotphase als abgeschlossen.
Ein besonderes Tool zum Thema Kreislaufwirtschaft stellten die beiden Geschäftsführer Eddine Alimat und Denis Lajoie des kanadischen Start-ups Synode in einer Live-Schaltung aus Quebec vor: Hier geht es um eine Plattform für interaktive 3D-Aufbau- und umgekehrt -Demontage-Anleitungen. Mit hochwertigen Explosionsskizzen kann dies die Produktseparation und das nach Materialien getrennte Recycling in der Möbelbranche unterstützen.
Klaus Förderer (GS1 Germany) erläuterte zudem in seinem Beitrag „E-Rechnungsverpflichtung in Deutschland“, dass für den Bereich B2B ab 2026 standardisierte, digital lesbare Rechnungen verpflichtend werden – wobei bestehende EDI-Formate offenkundig erhalten bleiben sollen. Die weiteren Referate von Ekkehard Beier (Intelligentgraphics) und Werner Herrmann (UBWH) unterstrichen die Bedeutung des Austauschs von 3D-Katalogdaten sowie des BIM-Formats IFC. Ebenso stellen die „Moebel Digit@l“ FXM Think Tanks und das hochkarätige Projekt Furn-Fusion als ganzheitliche Customer-Experience-Management-Plattform zur Optimierung der Wertschöpfungskette in der Möbelbranche wichtige Schritte zur digitalen Transformation dar.

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