Pfleiderer
Finanzkrise schlägt sich negativ im Halbjahresergebnis nieder
Mit einem herben Einbruch hat die Pfleiderer AG das erste Halbjahr 2009 abgeschlossen. Wie das Unternehmen mitteilte, sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24,5 % auf 692,4 Mio.
Mit einem herben Einbruch hat die Pfleiderer AG das erste Halbjahr 2009 abgeschlossen. Wie das Unternehmen mitteilte, sank der Umsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 24,5 % auf 692,4 Mio. Euro. Dabei belasteten Wechselkurseffekte den Umsatz mit 38,9 Mio. Euro bzw. 4 Prozentpunkten.
Das EBITDA sank von 119,5 Mio. auf 79,1 Mio. Euro. Die EBITDA-Marge lag damit bei 11,4 %, nach 13 % im Vorjahreshalbjahr. Gleichzeitig fiel das EBIT 54,8 Mio. Euro auf 22,6 Mio. Euro. Die Abschreibungen belaufen sich auf 56,5 Mio. Euro – inklusive Wertminderungen von 4 Mio. Euro. Den Pfleiderer-Aktionären verblieb nach Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter und der Hybridkapitalgeber ein Ergebnis von -2,8 Mio. Euro (2008: 5,3 Mio. Euro). Damit sank das Ergebnis je Aktie auf -6 Cent, gegenüber 10 Cent vor einem Jahr.
In Westeuropa brach der Umsatz in den ersten sechs Monaten dieses Jahres um 28,4 % auf 369,3 Mio. Euro ein. Von dem Nachfragerückgang waren alle Absatzbranchen und Regionen betroffen, auch der relativ stabile deutsche Markt. Das EBIT in Westeuropa ging von 63,7 Mio. Euro auf 11,7 Mio. Euro zurück.
Den stärksten Rückgang verzeichnete der Konzern in Osteuropa mit einem Minus von 39,4 % auf 124,9 Mio. Euro. Gründe hierfür waren zum einen Wechselkurseffekte mit -42,1 Mio. Euro bzw. 21 Prozentpunkten sowie einer rückläufigen Nachfrage der Möbelindustrie durch die Folgen der Krise sowie einem hohen Preisverfall in der Region. [page_break]
In Nordamerika dagegen legte der Umsatz leicht um 0,5 % auf 211,5 Mio. Euro zu. Das EBIT erreichte im ersten Halbjahr 8,8 Mio. Euro. 2008 gab es noch einen Verlust von 13,2 Mio. Euro. Im vierten Quartal plant die Pfleiderer AG in den Staaten das neue MDF-Werk in Moncure in Betrieb zu nehmen und damit die Kostenposition in Nordamerika weiter zu verbessern. Insgesamt sank der Auslandsanteil jedoch auf 71,5 % nach 71,9 % im Vorjahreshalbjahr.
Aus der laufenden Geschäftstätigkeit flossen in den ersten sechs Monaten 54 Mio. Euro ab, nach einem Zufluss von 35,5 Mio. Euro im Vorjahreszeitraum. Gründe für diesen negativen Cashflow sind u.a. das um 32,2 Mio. Euro niedrigere EBIT sowie die Veränderung kurzfristiger Passiva, die einen Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 57,6 Mio. Euro beinhalten. Die Nettoverschuldung stieg gegenüber Ende 2008 von 635,5 Mio. Euro auf 797,5 Mio. Euro an. Das Verhältnis von Nettoverschuldung zu Eigenkapital zog damit um 114,5 % an.
Aufgrund der negativen Entwicklungen hat die Pfleiderer AG ihre Investitionen zurückgefahren. Sie sanken im ersten Halbjahr 2009 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 12,8 % auf 61,8 Mio. Euro.

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