Roter Punkt

Feiert 25. Geburtstag – und blickt zuversichtlich in die Zukunft

Es gibt sie noch – die kleinen, feinen Einrichtungsadressen. Ein gutes Beispiel ist die Roter Punkt GmbH in Nürnberg. Anlässlich des 25-jährige Bestehens hat das Gründerpaar Thomas und Susanne Kocher

Es gibt sie noch – die kleinen, feinen Einrichtungsadressen. Ein gutes Beispiel ist die Roter Punkt GmbH in Nürnberg. Anlässlich des 25-jährige Bestehens hat das Gründerpaar Thomas und Susanne Kocher heute Einblick in ihr Unternehmen gegeben. Auf einer Fläche von 1.500 qm, in der Nähe des Nürnberger Hauptbahnhofs bieten die beiden mit ihren 13 Mitarbeitern edles Design von internationalen Marken oder kleinen Manufakturen, außerdem ungewöhnliche Accessoires. „Bei unseren Möbeln trifft Klassik mal auf Pop, das Elegante auf das Extravagante“, sagt Thomas Kocher.

Das Haupteinzugsgebiet liegt im Radius von etwa 50 Kilometern um Nürnberg. „Immer wieder verkaufen wir aber auch überregional“, betont Thomas Kocher, zu dessen Hauptklientel die klassischen Zweit- oder Dritteinrichter mit Affinität für moderne Designmöbel gehören. „Das Alter unserer Kunden liegt zwischen 30 und 70 Jahren“, erläutert dieser. Zu den Geschäftskunden zählen Arztpraxen, Kanzleien, Agenturen, sowie Cafés und Restaurants.

Dass Handel Wandel ist, bekommen Thomas und Susanne Kocher täglich zu spüren. Ansprüche und Kaufverhalten der Kunden verändern sich: „Die Erwartungen steigen, die Preissensibilität nimmt zu. Es ist schwieriger geworden, den Kunden ins Geschäft zu bekommen“, stellt Susanne Kocher fest. Kaufentscheidungen finden oft erst mehrere Tage nach dem ersten Besuch statt. Doch die Umsatzentwicklung war zuletzt stabil. Der Familienbetrieb erzielte 2014 1,78 Mio. Euro, auch 2015 entwickelt sich zum Jahresende positiv. Und das, obwohl es starke Konkurrenz gibt, Großflächen wie XXXLutz in Nürnberg und Höffner in Fürth, aber auch Local Heroes wie Möbel Fischer oder Möbel Werner. Auch das Internet wird zunehmend als Konkurrenz spürbar – und als Recherchetool. Der Nachteil sei dann der, dass der Fachhandel zur detaillierten Auswahl genutzt und dann deutschlandweit nach dem besten Preis gesucht werde. Diesen Beratungsklau will Thomas Kocher nicht einfach so hinnehmen. Er setzt vielmehr auf diverse Service-Angebote und Maßnahmen zur Kundenbindung. Zudem stellt er einen wachsenden Trend zu regionalen Produkten fest, was ihm zugute kommt. „Dazu gehören beispielsweise Massivholztische mit europäischen Hölzern oder Polstermöbel aus Oberfranken“.

Darüber hinaus haben er und seine Frau den Anspruch, mit ihrem Geschäft ungewöhnlich zu sein und die Kunden stets zu überraschen. „Sei es, durch unsere Art den Kunden in Empfang zu nehmen, sei es durch unsere außergewöhnliche Ausstellungs- und Schaufenstergestaltung oder durch unsere hohe Beratungsqualität“. Sicher ist auf jeden Fall, dass sie am Standort Nürnberg festhalten werden, eine weitere Expansion ist jedoch nicht geplant.