VDM
Export bleibt wichtigster Wachstumsmotor
Es ist zwar ein ganz, ganz zartes, aber eben doch ein optimistisches Pflänzchen, das VDM-Hauptgeschäftsführer Dirk-Uwe Klaas da gerade auf der Jahres-Wirtschaftspressekonferenz der Verbände der Holz- und Möbelindustrie in Köln
Es ist zwar ein ganz, ganz zartes, aber eben doch ein optimistisches Pflänzchen, das VDM-Hauptgeschäftsführer Dirk-Uwe Klaas da gerade auf der Jahres-Wirtschaftspressekonferenz der Verbände der Holz- und Möbelindustrie in Köln gegossen hat: Schwarze Null bis 1,5 Prozent Plus zum Jahresende und Exportzahlen, die an Fahrt gewinnen. Vorausgesetzt allerdings, "dass das zweite Halbjahr nicht völlig nach unten ausbricht." Die aktuellste Statistik reicht bis Ultimo Juni. Demnach lag die deutsche Möbelindustrie mit einem Umsatz von 10,1 Milliarden Euro roundabout 1,5 Prozent über Vorjahreswert. Spartentechnisch betrachtet, ein sehr vereinfachender Wert: Küche bilanzierte 4,4 Prozent Plus, Sitzmöbel 3,9 Prozent, Kastenmöbel rutschte um 0,8 Prozent ins Minus, Office war mit 5,5 Prozent Miesen gebeutelt. Demgegenüber kommt der Export in Schwung. In den ersten sechs Monaten stiegen die Ausfuhren deutscher Möbel um 5,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Insgesamt konnte ein Exportvolumen von 2,6 Milliarden Euro erzielt werden, entspricht 144 Millionen Euro mehr. Die Exportquote kletterte auf 26,4 Prozent. Innerhalb der vergangenen acht Jahre hat sie sich damit verdoppelt und soll weiter wachsen. Dirk-Uwe Klaas: "Kurzfristig streben wir die 30 Prozent, langfristig einen Wert um die 40 Prozent an." Nebeneffekt: Seit zwei Jahren geht erstmals auch das Außenhandelsdefizit zurück. Da die Importe im 1. Halbjahr 2004 nur um 2,2 Prozent zulegten, sank der Importüberschuss um 6,2 Prozent auf 988 Millionen Euro. Mit Argusaugen wird China beobachtet: Nach Polen, Italien und der Tschechischen Republik inzwischen das viertwichtigste Importland. Angesichts des nach wie vor schwächelnden Inlandsmarktes proklamierte der VDM-Chef neben der Forcierung der Exportaktivitäten, vor allem auch eine verstärkte "Vertriebs-Denke" der Hersteller. "Parallel muss die Industrie über alternative Vertriebskonzepte nachdenken, wie etwa den Direktvertrieb oder die Anmietung von Handelsflächen über Shop-in-shop-Lösungen."
<b>Die komplette Rede</b> von VDM-Hauptgeschäftsführer Dirk-Uwe Klaas können Sie <a href="http://www.holzmann.de/downloads/jwpk_04_text.pdf"><b>hier</b></a> als pdf (104 kb) herunterladen.

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