Sabine Gantzkow, die neue Möfa-Leiterin, sprach mit der Möfa-PR-Gruppe über die Herausforderungen in Corona-Zeiten und ihre Vorstellungen für die Zukunft.

13.11.2020

Die neue Möfa-Leiterin im Interview

Sabine Grantzkow: "Wir möchten die Schule für Hersteller und Verbände öffnen und duale Studiengänge anbieten"

Jetzt merken2020-11-13 08:59:00Europe/Berlin

Die Möfa hat eine neue Schulleiterin. Von Sabine Gantzkow wollte die Möfa-PR-Gruppe wissen, wie die Fachschule des Möbelhandels mit den Herausforderungen umgeht, die sich aus der Corona-Krise ergeben, und wie sich die Fachschule weiterentwickeln wird.

Möfa: Frau Gantzkow, Teil des Möfa-Lehrerteams sind Sie seit bereits sechs Jahren. Was können Sie aus dieser Arbeit und aus vorherigen Tätigkeiten in den neuen Job einbringen?

Sabine Gantzkow: Aus meiner Zeit als Mitglied des Lehrerteams nehme ich einerseits eine gute Einschätzung des Kollegiums mit, kenne alle als Kollegen, deren Sorgen, Stärken und Schwächen. Außerdem habe ich die Besonderheiten der Schule aus der Sicht der unterrichtenden Lehrkraft kennengelernt, viele Branchenkontakte geknüpft und die Abläufe innerhalb der Schule mit all ihren Besonderheiten in Teilen bereits erlebt. Vor meiner Tätigkeit an der Möfa habe ich an anderen Berufskollegs gearbeitet und weiß daher, wo die entscheidenden Unterschiede der Branchenschule Möfa zu normalen Berufskollegs mit einem breiten Angebot liegen. Die Möfa ist schon etwas sehr Besonderes und bietet in familiärer Atmosphäre eine sehr lern- und lehrfreundliche Umgebung. Meine Ausbildung als Juristin kommt mir jetzt für die anstehenden dienst- und schulrechtlichen Fragen zugute.

 

Möfa: Krisen sind oft gute Auslöser für Innovationen, aber keine guten Lehrmeister. Sicherlich muss über die Ergebnisse aus den neuen Erfahrungen weiter nachgedacht werden. Was haben Sie sich insgesamt für Ihre Amtszeit vorgenommen?

Sabine Gantzkow: Zunächst muss ich mich natürlich auch erst einmal in die neue Tätigkeit einarbeiten. Aber ein sehr wichtiger Punkt insbesondere in Corona-Zeiten ist die Digitalisierung. Unsere moderne Ausstattung und die vorhandene Lernplattform möchte ich gerne noch mehr nutzen. Hierzu gehört auch die Prüfung, ob zusätzliche Online-Schulungen und Lehrgänge in das Programm der angeschlossenen Akademie aufgenommen werden. Zudem soll das Angebot der Schule erweitert werden. Wir möchten die Schule für Hersteller und Verbände öffnen und duale Studiengänge anbieten, um auch für diese Teile der Branche kompetenten Nachwuchs auszubilden. Zum nächsten Wintersemester sind der Industriekaufmann und der Groß- und Außenhandelskaufmann in Kombination mit BWL geplant. Aber auch für die Studierenden würde ich unser Angebot gerne noch attraktiver machen und Möglichkeiten eines Bachelors im Anschluss an die Ausbildung bei uns prüfen. Meine ganz allgemeine Zukunftsvision ist, dass die Möfa noch mehr DIE Kaderschmiede der Branche wird und wir mit Unterstützung der gesamten Branche deren Bedarf an Nachwuchs ausbilden. Hierzu möchte ich in Gesprächen mit Unternehmen, Händlern und Verbänden deren Bedürfnisse an eine moderne Ausbildung mit unserem Angebot und unseren Möglichkeiten abgleichen. Sicherlich wird von hier noch die eine oder andere Anregung kommen, die zu neuen Prozessen führt.

Möfa: Bei aller Aufmerksamkeit für Veränderungen werden Sie gewiss auch Kurs halten wollen, was das Kerngeschäft der Möfa betrifft. Was bleibt für Sie weitgehend unveränderlicher Markenbestandteil der Schule?

Sabine Gantzkow: Ein für mich sehr wichtiger Teil der Möfa ist die familiäre Atmosphäre. Viele unserer Schülerinnen und Schüler schätzen die gute Beziehung zu den Dozenten, die Möglichkeit, auch ungewöhnliche Situationen gemeinsam zu meistern, die Gemeinschaft und das gute Miteinander auch außerhalb des Unterrichts. Hierzu gehören unsere Exkursionen zu Herstellern, gemeinsame Feiern oder die legendäre Möfa-Rallye am Vatertag. Selbstverständlich sollen auch das hohe Niveau der Ausbildung bei uns und der warenkundliche Bezug weiterhin eine wichtige Rolle spielen und gestärkt werden.

 

Möfa: Werfen Sie einmal einen Blick in die Glaskugel. Die „Möfa 2030“: Wie wird sie vielleicht aussehen? Was wird Studierende auch dann motivieren, das Lehrangebot der Schule gerne anzunehmen?

Sabine Gantzkow: In zehn Jahren wird sich auf alle Fälle das Kollegium deutlich verjüngt haben, ein Teil des Kollegiums wird in den nächsten Jahren in Pension / Rente gehen. Junge Kollegen und Kolleginnen bringen sicherlich neue Ideen mit, prägen die Möfa dann mit ihrem Stil und bringen eigene Inhalte ein. Wir werden hoffentlich dann noch immer jungen Leuten, die ins Berufsleben starten, eine zweite Familie, Menschen, die sich für eine berufliche Neuorientierung interessieren, ein kompetenter Bildungsbegleiter und für alle Unternehmen Händlern und Verbände als Bildungspartner die erste Wahl sein. Alles mit modernsten Methoden, kompetenten Kollegen und einer tollen Ausstattung.

Das komplette Interview lesen Sie in der November-Ausgabe der "möbel kultur".

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