Schieder
Endgültiges Aus – Insolvenz besiegelt
Pleite. Nach einer letzten Krisensitzung vom Nachmittag muss Europas einst größter Möbelhersteller, die Schieder Möbel Holding GmbH, noch heute den nicht mehr rücknehmbaren Insolvenzantrag beim Amtsgericht Detmold stellen. Betroffen sind
Pleite. Nach einer letzten Krisensitzung vom Nachmittag muss Europas einst größter Möbelhersteller, die Schieder Möbel Holding GmbH, noch heute den nicht mehr rücknehmbaren Insolvenzantrag beim Amtsgericht Detmold stellen. Betroffen sind insgesamt 11.000 Mitarbeiter, davon 1.400 Beschäftigte in Deutschland. Die IG Metall spricht von einem "Super-Gau". Sämtliche Gespräche mit Banken und Kreditgebern sind aktuell gescheitert. Offen ist derzeit noch, welche Unternehmensteile/Gesellschaften eventuell aus der Insolvenzmasse herausgelöst werden können und dem Markt unter neuem Management erhalten bleiben. Die deutschen Produktionswerke in Schieder-Schwalenberg (450 Beschäftigte), Steinheim (150) und Storkow (110) haben dabei allerdings die schlechtesten Karten. Die von Interims-Geschäftsführer Dr. Ulrich Wlecke angeschobene, versuchte Sanierung der gesamten Holding ist nicht zuletzt aufgrund der aufgedeckten Bilanz-Manipulationen durch die Schieder-Führungs-Crew an (verständlicherweise) mangelndem Vertrauen der Banker aufgerieben worden.

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