21. Mailänder Triennale

Dr. Frank-Walter Steinmeier über Design als “Baustein der auswärtigen Kulturpolitik”

Design ist "ein wichtiger Baustein der auswärtigen Kulturpolitik, den wir fördern und ausbauen wollen", erklärt Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundesminister des Auswärtigen Amtes, das Engagement für "Hands On", den deutschen Beitrag

Design ist "ein wichtiger Baustein der auswärtigen Kulturpolitik, den wir fördern und ausbauen wollen", erklärt Dr. Frank-Walter Steinmeier, Bundesminister des Auswärtigen Amtes, das Engagement für "Hands On", den deutschen Beitrag zur 21. Mailänder Triennale. Diese widmet sich vom 2. April bis 12. September unter dem Titel '21st Century. Design after Design' dem Zusammenhang von Gesellschaftspolitik und Design.

'Hands on', das temporäre Designstudio mit Werkstatt-Charakter, will jungen Menschen mit praxisorientierten Workshops einen Zugang zum Thema Design vermitteln. Das Auswärtige Amt unterstützt den Rat für Formgebung und die Stiftung Deutsches Design Museum bei der Umsetzung denn: "Design prägt wirtschaftliches und kulturelles Zusammenleben über Grenzen und Generationen hinweg und greift relevante gesellschaftliche Fragestellungen des 21. Jahrhunderts auf", so der deutsche Außenminister, der 'Hands on' "gutes Gelingen und viele Besucher" wünscht.

Die Welt verändert sich rasant – und mit ihr die Möglichkeiten der aktiven Mitgestaltung von Produktangeboten. Nachdem Design in der Vergangenheit ein reines Angebot der Industrie an die Menschen war, ändert sich dieses Verhältnis dank umfangreicher technischer Innovationen radikal. Co-Creation ist das neue Schlagwort: Die Verbraucher partizipieren am Entstehungsprozess von Produkten, sie werden von Konsumenten zu Co-Produzenten. Doch dieser Umgang mit Design will gelernt sein. Daher gilt es, heranwachsende Generationen frühzeitig an den Gestaltungsprozess heranzuführen. Wenn Kinder den "Process of Creation" hautnah erleben, werden sie befähigt, ihren Alltag und ihre Umwelt aktiv mitzugestalten. Deshalb kann 'Design after Design' nur bedeuten: Hands On!

Designworkshops laden zur aktiven Co-Creation ein: Schülerinnen und Schüler aller Schultypen können Produkte für ihre persönliche Lebensumgebung entwickeln. Angeleitet von renommierten Designern, werden ästhetische Grundlagen erworben, dann geht es an das eigene Gestalten… Was ist ein mobiles Licht? Wie entwirft man einen Stuhl? Austausch und Dialog in Kleingruppen fördern Kreativität, neue Lösungen werden gemeinsam entwickelt und umgesetzt. Einige Entwürfe werden zu Prototypen oder Kleinserien und damit zu ganz individuellen Exponaten der wachsenden Ausstellung. Der deutsche Beitrag zur Triennale ist somit ein sich ständig erweiternder Workspace, eine Design-Fabrik von Individuen für Individuen und vor allem bis zum Ende der Triennale programmatisch unfertig.