Karstadt
Berggruen kann endlich durchstarten
Zähes Ringen zahlt sich aus: Nachdem die Gläubiger des Vermieterkonsortiums Highstreet gestern einem neuen Vertrag mit Karstadt-Investor Nicolas Berggruen zustimmten, gab heute auch das Amtsgericht Essen sein O.k. zum Insolvenzplan
Zähes Ringen zahlt sich aus: Nachdem die Gläubiger des Vermieterkonsortiums Highstreet gestern einem neuen Vertrag mit Karstadt-Investor Nicolas Berggruen zustimmten, gab heute auch das Amtsgericht Essen sein O.k. zum Insolvenzplan der Warenhauskette. Die Voraussetzungen für eine Rettung Karstadts sind nun endlich geschaffen. Heute morgen hatten immer noch Unterschriften unter dem Mietvertrag des Vermieterkonsortiums gefehlt, sodass sich das Amtsgericht mit seiner Entscheidung auf heute nachmittag vertagt hatte. Als dann die restlichen Unterschriften kamen, stießen Nicolas Berggruen und der Insolvenzverwalter Klaus Hubert Görg gemeinsam mit Arbeitsministerin Ursula von der Leyen auf den glücklichen Abschluss einer Zitterpartie an. "Karstadt steht. Karstadt wird jetzt, glaube ich, ein sehr aufregendes Leben haben", sagte Berggruen laut dpa-Meldung. "Ich bin irrsinnig glücklich, dass ich dabei bin." Die Ministerin sprach von einem "Tag der Freunde" für das Unternehmen. Das grüne Licht vom Amtsgericht kam allerdings erst später. Nun können auch die rund 25.000 Karstadt-Mitarbeiter aufatmen. Offiziell solle Nicolas Berggruen nach Ablauf einer Beschwerdefrist am 1. Oktober die Schlüsselgewalt über die 120 Filialen bekommen.
Nach der Eröffnung des Insovenzverfahrens am 1. September 2009 hatten die Gläubiger schnell dem Verkauf der Warenhauskette zugestimmt. Doch ein Investor war zunächst nicht auszumachen. Berggruen hatte sich erst im Mai dieses Jahres ins Spiel gebracht und begründete sein Engagement mit den Worten: "Karstadt ist ein wichtiger Name in Deutschland." Und das wird zumindest vorerst auch so bleiben.

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