Wöstmann
Aus für Porsche – neue Kollektion “S-Kultur”
Norbert Wöstmann, ist "zurzeit wieder richtig gut drauf". Das verkündet er in einem aktuellen Schreiben an die Presse. Nicht so gut funktioniert hat zwar die Kollektion, die gemeinsam mit dem
Norbert Wöstmann, ist "zurzeit wieder richtig gut drauf". Das verkündet er in einem aktuellen Schreiben an die Presse. Nicht so gut funktioniert hat zwar die Kollektion, die gemeinsam mit dem Porsche Design Studio Anfang 2010 entwickelt und präsentiert wurde. Diese wird zum Jahresende auslaufen. "Es hat leider nicht geklappt, wir hatten zu wenig Einfluss auf das Design und trotz guter Platzierungen hat der Endverbraucher die Ware nicht in der gewünschten Form angenommen." Doch dafür hat der Gütersloher schon wieder eine neue Idee in der Pipeline: Zur M.O.W. wird das Unternehmen unter dem Namen "WS Wöstmann S-Kultur" eine eigenständige Kollektion für den Bereich Speisezimmer präsentieren – nur mit Esstischen und Stühlen. "Wir haben den Markt genau untersucht. Das Thema Wohnen hat in den letzten Jahren im Bereich Kastenmöbel deutlich an Umsatz verloren. Wenn man die Marktanteile der einzelnen Verbände sieht, die in den Warengruppen gemeldet werden, dann ist es erschreckend, dass der Anteil Wohnzimmer/Kastenmöbel nur noch 7,4 Prozent vom gesamten Möbelmarkt beträgt." (Er bezieht sich hier auf Zahlen vom Einrichtungspartnerring.) "Der Grund hierfür liegt unter anderem bei den Architekten, die immer mehr Fenster in die Wohnzimmer bauen und in der veränderten Medienwelt. Der reine Speisezimmermarkt mit Esstischen, Stühlen und Bänken hat in letzter Zeit erheblich zugelegt. Dies liegt daran, dass der große Esstisch in Deutschland salonfähig ist und hier mehr Umsatz geniert wird." Es wurde also Zeit für eine neue Schiene. "S-Kultur" soll im Informa-Messezentrum auf 500 qm präsentiert werden. Neues für die Bereiche Massivholz, Designmöbel und Witnova – in denen es derzeit, laut NW, sehr gut läuft – wird dann auf der "imm cologne" 2013 präsentiert.
Weiter ist zu lesen, dass Wöstmann allein mit seiner massiven Schiene 65 Mio. Euro per anno umsetzt. "Damit haben wir eindeutig die Marktspitzenposition für gute Möbel in Massivholz", so der Unternehmer selbstbewusst. Mit Esstischen und Stühlen macht Wöstmann derzeit insgesamt 15 Mio. Euro. Und in den nächsten zwei bis drei Jahren soll der Gesamtumsatz um 25 bis 35 Mio. Euro gesteigert werden – um endlich die 100-Mio.-Grenze zu knacken, die der Selfmademan schon lange im Visier hat.
Auch personell gibt es Neuigkeiten. Hartwig Brenker, bis dato Prokurist und kaufmännischer Leiter, ist in den wohlverdienten Ruhestand gegangen. Norbert Wöstmann bleibt alleiniger Geschäftsführer, die drei weiteren Mitglieder der Geschäftsleitung sind, wie bisher, sein Sohn Daniel Wöstmann (Marketing und Produktentwicklung) und Klaus Viehe (Vertrieb) sowie, als Nachfolger von Hartwig Brenker, der 35-jährige Jens Granseier. Alle drei sind seit über zehn Jahren für das Unternehmen tätig.

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