Deutsche Wohnmöbelindustrie

Auftragspanel kommt noch 2012

Schon im Laufe dieses Jahres soll ein eigenes Auftragspanel für die Wohnmöbelindustrie vorliegen. Der erst im Januar 2012 gegründete Verband der Deutschen Wohnmöbelindustrie (VdDW) steckte auf der ersten Vorstandssitzung Mitte

Schon im Laufe dieses Jahres soll ein eigenes Auftragspanel für die Wohnmöbelindustrie vorliegen. Der erst im Januar 2012 gegründete Verband der Deutschen Wohnmöbelindustrie (VdDW) steckte auf der ersten Vorstandssitzung Mitte März die Schwerpunktthemen ab. Ziel ist es, für die 30 Mitglieder umfangreiches Zahlenmaterial und aussagekräftige Statistiken zu erstellen.
Die Einführung des eigenen Auftragspanels hält der stellvertretende VdDW-Geschäftsführer Andreas Ruf für wichtig. "Die bisherigen amtlichen Statistiken haben für die Industrie eine mangelnde Aussagekraft. Beispielsweise werden hier zum Wohnmöbelbereich auch branchenfremde Bereiche wie Flugzeugsitze gezählt, die oftmals einen anderen Konjunkturverlauf aufweisen." Statt eines verzerrten Bildes sollen die VdDW-Erhebungen die tatsächliche wirtschaftliche Lage der Betriebe abbilden. "Mit umfangreichen und aussagekräftigen Statistiken geben wir unseren Mitgliedsfirmen wertvolle Informationen an die Hand", verspricht Ruf.
Mit dem Verband hat der letzte, nicht organisierte Bereich in der Möbelbranche eine eigene Interessenvertretung bekommen, betont VdDW-Geschäftsführer Dr. Lucas Heumann. Rund 6.000 Beschäftigte repräsentieren die 30 Mitglieder – vom kleinen Mittelständler bis zum konzernähnlichen Unternehmen. Sie verteilen sich vertikal über die Segmente Discount, konventioneller Handel und Premium. Die Mitglieder profitieren von Synergieeffekten durch die Verbändegemeinschaft am Sitz in Herford.
Einen Hauptschwerpunkt der VdDW-Arbeit bilden die schnittstellenübergreifenden Prozesse mit dem Handel wie Qualitätsmanagement, Logistik und Elektronische Datenkommunikation. Dazu kommt die Erhebung von Branchenstatistiken. Eine Reklamationsstatistik wird bereits geführt und soll für den Wohnmöbelbereich ausgeweitet werden. Das gilt auch für die Alters- und Krankenstandserhebungen, die momentan auf regionaler Ebene erfasst werden.