Kreditversicherer

Staat beschließt Milliarden-Bürgschaften

Im Kampf gegen die Krise schnürt der Staat ein weiteres Rettungs-Paket für Unternehmen. Künftig will die Bundesregierung auch Bürgschaften für die Warenkreditversicherungen übernehmen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mit. Der

Im Kampf gegen die Krise schnürt der Staat ein weiteres Rettungs-Paket für Unternehmen. Künftig will die Bundesregierung auch Bürgschaften für die Warenkreditversicherungen übernehmen, teilte das Bundeswirtschaftsministerium in Berlin mit. Der Industrieverband BDI hatte schon seit längerem eine Unterstützung des Staates gefordert, da die Kreditversicherer ihre Leistungen als Folge der schlechten Wirtschaftslage stark eingeschränkt haben. Normalerweise übernehmen sie bis zu 85 Prozent des ausgefallenen Betrages, wenn ein Kunde Hersteller und Lieferanten nicht bezahlt. Durch die Rezession wird derzeit jedoch weniger versichert, während die Prämien gleichzeitig steigen.
Nach Informationen von "FAZ.net" sieht das Konzept des Bundes nun vor, dass der Staat die Deckung gegen Gebühr aufstockt, sobald die privaten Kreditversicherer ihre Leistungen auf deutlich unter 50 Prozent senken. Das Geld für die Bürgschaften soll aus dem Deutschlandfond kommen. Dieser umfasst insgesamt 115 Mrd. Euro und ist für die Unterstützung von Unternehmen vorgesehen, die wegen der Krise in Schieflage geraten sind. Über die Höhe der Bürgschaften wurden noch keine detaillierten Angaben gemacht. "Im Gespräch ist ein hoher einstelliger Milliardenbetrag", hieß es. Eine endgültige Entscheidung soll im August fallen.