Rosenthal

Grünes Licht für Verkauf des Unternehmens

Die insolvente Rosenthal AG darf verkauft werden. Das hat die Gläubigerversammlung jetzt beschlossen, teilte die Rechtsanwaltsgesellschaft für Insolvenzverwaltung Schultze & Braun mit. Als möglicher Investor ist der italienische Besteckhersteller Sambonet

Die insolvente Rosenthal AG darf verkauft werden. Das hat die Gläubigerversammlung jetzt beschlossen, teilte die Rechtsanwaltsgesellschaft für Insolvenzverwaltung Schultze & Braun mit. Als möglicher Investor ist der italienische Besteckhersteller Sambonet im Gespräch. Er verhandelt derzeit mit verschiedenen Banken um die Finanzierung. "Sobald in den Bankengesprächen eine Einigung erzielt wurde, kann der Kaufvertrag unterschrieben
werden", erklärte Insolvenzverwalter Volker Böhm. Eine Entscheidung darüber müsse allerdings recht zügig fallen, weil der Kaufpreis bis Ende Juli gezahlt werden muss. Andernfalls sei Böhm gezwungen, den Rosenthal-Hauptgläubiger "Bank of America" auszuzahlen. Diese hält die Markenrechte des Unternehmens als Sicherheit.
Sollte letzteres Szenario eintreten, will Böhm dennoch versuchen, Rosenthal bis zum Kauf durch einen neuen Interessenten am Leben zu halten. Die Gläubigerversammlung hat ihm dafür bereits das Mandat erteilt. Die Versammlung setzt sich aus allen Gläubigern des Unternehmens zusammen, darunter auch Banken, Lieferanten und Mitarbeiter. Die Forderungen der mehr als 1.250 Gläubiger belaufen sich insgesamt auf rund 100 Mio. Euro.