Trevira
Insolvenz angemeldet
Trevira ist pleite. Nach massiven Umsatzeinbrüchen hatte der Hersteller von Polyesterfasern erst im Mai mit Elke Bäuerle eine Restrukturierungsexpertin in die Geschäftsführung berufen. Doch auch das half nicht mehr, die
Trevira ist pleite. Nach massiven Umsatzeinbrüchen hatte der Hersteller von Polyesterfasern erst im Mai mit Elke Bäuerle eine Restrukturierungsexpertin in die Geschäftsführung berufen. Doch auch das half nicht mehr, die Insolvenz abzuwenden. Am Dienstag musste das Unternehmen beim Amtsgericht Augsburg Insolvenzantrag stellen. Der Geschäftsbetrieb soll unverändert fortgeführt und Kundenaufträge in vollem Umfang weiter erbracht werden. Zum vorläufigen Insolvenzverwalter wurde Werner Schneider von der Rechtsanwaltskanzlei Schneider, Geiwitz und Partner berufen. Ziel ist es, Trevira zu sanieren, indem man sich laut Elke Bäuerle auf den gesunden und profitablen Kern konzentriert. Sie strebt den Erhalt möglichst vieler Arbeitsplätze an. Aber: "Ohne Einschnitte wird es angesichts der schwierigen wirtschaftlichen Gesamtsituation nicht gehen", so Bäuerle.
Eigentümer des Unternehmens ist die indische Reliance Group. Diese will sich jedoch nicht weiter bei Trevira engagieren und sucht nun nach einem Investor. Die Bankverbindlichkeiten in Höhe von 55 Mio. Euro wolle Reliance aber noch begleichen, hieß es.
Trevira produziert in Belgien, Deutschland, Dänemark und Polen. Mit rund 1.800 Mitarbeitern wurde 2008 ein Umsatz von 323 Mio. Euro erzielt.

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