Erich Breiding
Möbel-Pionier stirbt mit 83 Jahren
In der Nacht zum gestrigen Mittwoch verstarb Erich Breiding mit 83 Jahren. Kaum jemand prägte die Möbelbranche jahrzehntelang so nachhaltig wie der Wormser Ehrenbürger. Insbesondere sein Einrichtungshaus "Rheinmöve" setzte lange
In der Nacht zum gestrigen Mittwoch verstarb Erich Breiding mit 83 Jahren. Kaum jemand prägte die Möbelbranche jahrzehntelang so nachhaltig wie der Wormser Ehrenbürger. Insbesondere sein Einrichtungshaus "Rheinmöve" setzte lange Zeit Maßstäbe im Möbelhandel. Zu Spitzenzeiten arbeiteten mehr als 700 Menschen in dem Unternehmen und erwirtschafteten einen Umsatz von bis zu 240 Mio. DM.
Die Verbandslandschaft würde ohne sein Wirken anders aussehen. In den 1970er und 1980er Jahren spielte er eine prägende Rolle beim Aufbau der Verbände Begros und Mondial, später gründete er den Union-Verband.
1999 zog sich Erich Breiding aus dem Geschäftsleben zurück. Nach Schwierigkeiten musste Breiding für seine "Rheinmöve" letztendlich Insolvenz anmelden.
Die "Rhein Main Presse" berichtet, dass er während seiner letzten Lebensjahre sehr zurückgezogen in Worms lebte. Gesundheitlich schwer angeschlagen, hatte Breiding nach dem Insolvenzverfahren, bei dem er mit seinem Privatvermögen aufkam, selbst mit finanziellen Problemen zu kämpfen.
<span style="color:red;font-weight:bold;">Jörn Holzmann, Herausgeber der "möbel kultur", zu den unten stehenden Kommentaren:</span>
Eine Frage des Stils
Unsere Meldung über das Ableben von Erich Breiding ist überschattet. Denn wir haben in diesem Zusammenhang auch auf Umstände der lange zurückliegenden Insolvenz der Firma Rheinmöve verwiesen. Das war unnötig.
Dafür stehe ich persönlich ein. Es lag uns fern, den Namen von Erich Breiding zu beschädigen. Oder den seines Sohnes Michael.
In einem ausführlichen Telefongespräch habe ich Herrn Breiding in aller Form mein Bedauern über unsere Veröffentlichung erklärt.
Nicht hinnehmen kann ich allerdings, dass er in einem neuerlichen Kommentar den Verlag nun in Zusammenhang mit der Bücherverbrennung des Dritten Reiches bringt, und unsere Redaktionsleiterin Evelyne Kerl in grober Weise verunglimpft.
Um uns nicht erneut dem Vorwurf auszusetzen, wir würden die Meinung von Michael Breiding zensieren, lassen wir seinen neuerlichen Kommentar an dieser Stelle stehen.
Auch das mit dem Ausdruck großen Bedauerns.
Im Übrigen muss ausgerechnet ich mir nicht nachsagen lassen, dass ich mich für die Nöte von Erich Breiding nicht auch persönlich eingesetzt habe.

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