Rosenthal

Streicht 300 Stellen

Harte Zeiten für die Beschäftigten von Rosenthal: Im Zuge der Sanierung des insolventen Porzellan-Herstellers müssen rund 300 Mitarbeiter gehen. Das teilte nach Angaben von "Spiegel Online" der vorläufige Insolvenzverwalter Volker

Harte Zeiten für die Beschäftigten von Rosenthal: Im Zuge der Sanierung des insolventen Porzellan-Herstellers müssen rund 300 Mitarbeiter gehen. Das teilte nach Angaben von "Spiegel Online" der vorläufige Insolvenzverwalter Volker Böhm gestern mit. Zuvor hatte er die 1.300 deutschen Angestellten auf einer Betriebsversammlung informiert. Von den Kündigungen sind vor allem Mitarbeiter der Rosenthal-Hauptverwaltung in Selb betroffen. Dort sollen knapp 80 Stellen gestrichen werden. Eine Verlagerung der Produktion ins Ausland steht laut "Spiegel Online" aber nicht zur Diskussion.
Parallel zu den Entlassungen will der Insolvenzverwalter die Produktion verschlanken. So sollen die momentan über 6.000 selbst gefertigten Produkte um 20 Prozent reduziert werden. Ziel der beiden Maßnahmen ist es, eine Übernahme Rosenthals durch einen Investor zu realisieren oder im Notfall das Unternehmen ohne Investor lebensfähig zu machen. Das Insolvenzverfahren wird voraussichtlich am 1. April eröffnet.
Rosenthal musste Mitte Januar Insolvenz beantragen, nachdem die irische Muttergesellschaft Waterford Wedgwood Insolvenzantrag gestellt hatte. Diese hält 91 Prozent an dem Porzellan-Hersteller.