Electrolux

Deutlich mehr recycelter Stahl und Kunststoff bis 2030

Obwohl sich die Nachhaltigkeit derzeit hintenanstellen muss, wenn es um Zukunfts- und Strategieziele innerhalb der Küchenbranche geht, sind jene Unternehmen daran gebunden, die sich einen jährlichen Nachhaltigkeits-Report auferlegt haben – so auch Electrolux. Nun veröffentlichte der schwedische Hausgerätekonzern ein neues, ambitioniertes Ziel: Bis zum Jahr 2030 soll der Anteil von recyceltem Stahl und Kunststoff in den von Electrolux hergestellten Geräten auf 35 Prozent (nach Gewicht) steigen. Damit wird der Umfang recycelter Materialien im Vergleich zum bisherigen Ziel des Unternehmens nahezu verdoppelt.

(Foto: Electrolux)

35-Prozent-Ziel: Doppelt so viele recycelte Materialien wie zuvor

Bislang hatte sich Electrolux lediglich eine Zielsetzung für recycelten Kunststoff gesetzt. Das neue Ziel ersetzt dieses – und erweitert den Fokus auf die beiden mengenmäßig am häufigsten verwendeten Materialien der Electrolux Group. Durch die Einbeziehung von Stahl erhöht sich der Umfang der erfassten Materialien auf über 40% der Gruppe. Das entspricht rund dem Dreifachen des bisherigen Ziels. Zudem ist die Menge der durch das neue 35-Prozent-Ziel abgedeckten recycelten Materialien mehr als doppelt so hoch wie zuvor.

Bemessung nach Gewicht, weil…

Wer angesichts der Formulierung „nach Gewicht“ stutzt: Tatsächlich gilt eine Auswertung nach Gewicht als objektiv leicht messbare und überprüfbare Größe. Zudem hängen Umweltauswirkungen (z. B. CO₂-Emissionen) stark vom Gewicht der Materialien ab. Schwere Materialien verursachen oft mehr Emissionen bei Herstellung und Transport.

Zwar kann das hehre Ziel durch schwere Materialien wie Stahl „verfälscht“ werden, da das Produkt im Vergleich zu verbauten Kunststoff- oder Elektronikteilchen sehr schwer ist. In der Kreislaufwirtschaft und im Produktdesign ist die Gewichtsbasis allerdings Standard für Materialbilanzen.

Vorreiter für Kreislaufwirtschaft

Elena Breda, Chief Technology & Sustainability Officer bei der Electrolux Group, erklärt dazu: „Ich bin sehr stolz darauf, dass wir dieses Ziel als erstes Unternehmen in der Branche gesetzt haben. Es wird uns dabei helfen, unsere Strategie der Kreislaufwirtschaft durch den verstärkten Einsatz von recyceltem Stahl und Kunststoff in unseren Produkten weiter voranzutreiben.“