Höffner

Krieger kontert im Neubau-Streit mit Öko-Möbelhaus

Der Hamburger Senat hat zugegeben, dass es am Rande der Koalitionsverhandlungen Geheimabsprachen zum umstrittenen Bau eines Höffner-Möbelhauses im Stadtteil Eidelstedt gegeben hat. Laut "Hamburger Abendblatt" hieß es in einer Stellungnahme

Der Hamburger Senat hat zugegeben, dass es am Rande der Koalitionsverhandlungen Geheimabsprachen zum umstrittenen Bau eines Höffner-Möbelhauses im Stadtteil Eidelstedt gegeben hat. Laut "Hamburger Abendblatt" hieß es in einer Stellungnahme des Senats: "Im Laufe der Koalitionsverhandlungen ist selbstverständlich auch über politische Prioritäten und Einschätzungen gesprochen worden. Dabei wurde auch das Thema des geplanten Möbelhauses Höffner angesprochen." Weil es zu dem Thema "unterschiedliche Positionen" zwischen GAL und CDU gab, habe man sich darauf geeinigt, "den Bebauungsplan im Sinne einer neuen Lösung zu überprüfen".
Die SPD-Bürgerschaftsfraktion kündigte jetzt an, Akteneinsicht im Fall Höffner zu beantragen. Dennoch begrüßte die SPD-Abgeordnete für den Wahlkreis Eidelstedt, Martina Koeppen, ein "Nein" zum Neubau. Dem Blatt sagte sie: "Wir waren immer gegen die Ansiedlung, vor allem wegen der Verkehrsproblematik und der negativen Auswirkungen für den Eidelstedter Einzelhandel."
Höffner-Inhaber Kurt Krieger glaubt unterdessen weiter an die Verwirklichung seines Projektes. Mittlerweile hat er sogar einen neuen Weg eingeschlagen und angekündigt, das 45.000 qm große Gebäude nach ökologischen Standards zu bauen, berichtet die "Welt". Das Haus solle dann Flaggschiff und Prototyp für einen deutschlandweiten Umbau aller Möbel Höffner, Möbel Walther, Möbel Kraft und Sconto-Häuser werden. Dabei sollen diese so umgestaltet werden, dass der Energiebedarf um 70 Prozent reduziert und der CO2-Ausstoß um 65 Prozent gesenkt wird. Hintergrund von Höffners Plänen ist eine Studie des Bundesumweltministeriums, wonach ein minimal ausgelegtes und konventionell beheiztes Möbelhaus in der Kategorie Ikea, Höffner oder XXXLutz jährlich etwa 3.000 Tonnen CO 2 produziert und damit einen Umweltschaden in Höhe von 210.000 Euro anrichtet. Die Bundesregierung unterstützt Kriegers Vorhaben. Dieser will es aber nur verwirklichen, wenn sein Neubau in Hamburg realisiert wird, hieß es weiter.