Bonial-Umfrage
Verbraucherstimmung bleibt angespannt
Wie ticken die Verbraucher:innen derzeit? Nachdem mit 2023 und 2024 bereits zwei schwierige Konsumjahre hinter der Einrichtungsbranche liegen, blieb auch der Auftakt 2025 verhalten. „möbel kultur“ wollte wissen, wie die
Wie ticken die Verbraucher:innen derzeit? Nachdem mit 2023 und 2024 bereits zwei schwierige Konsumjahre hinter der Einrichtungsbranche liegen, blieb auch der Auftakt 2025 verhalten. „möbel kultur“ wollte wissen, wie die Stimmung der Konsument:innen wirklich ist, und hat gemeinsam mit Bonial eine aktuelle Umfrage realisiert. Der Marktführer im Bereich der digitalen Angebotskommunikation verfügt mit seinen Portalen „kaufDA“ und „MeinProspekt“ über mehr als 14 Mio. Nutzer:innen monatlich.
Ihre finanzielle Situation beschäftigt nach wie vor viele Umfrage-Teilnehmer:innen. Rund die Hälfte der Befragten (51 %) gibt an, dass es für sie schwieriger geworden sei, größere Anschaffungen zu tätigen. Für 35 Prozent trifft dies auf einige Bereiche zu. Keinerlei Einschränkungen im Geldbeutel spüren 14 Prozent.
Gleichzeitig sind die Befragten etwas optimistischer als noch vor zwölf Monaten. So machen sich zwar angesichts der aktuellen Krisen und Kriege immer noch 44 Prozent große Sorgen um die Zukunft. Dies sind aber acht Prozentpunkte weniger als 2024. Dementsprechend ist der Anteil derjenigen, die sich zwar Gedanken machen, aber trotzdem positiv bleiben wollen, von 44 auf nun 48 Prozent gestiegen.
Auch hinsichtlich des eigenen Geldbeutels überwiegt die Zuversicht. 26 Prozent schauen dem neuen Jahr in Bezug auf die eigene finanzielle Situation „auf jeden Fall“ optimistisch entgegen und 41 Prozent immerhin „größtenteils optimistisch“. 27 Prozent der Befragten sind eher negativ eingestellt. Wirklich pessimistisch schauen nur fünf Prozent auf ihre Finanzen.
Im Zuge dessen hat Bonial bei der aktuellen Studie auch nachgefragt, welchen Einfluss die gestiegenen Preise auf das individuelle Kaufverhalten haben. Knapp 60 Prozent derjenigen, die einen Einfluss weiterhin festgestellt haben, betonten, mehr auf Angebote zu achten als früher, und 46 Prozent von ihnen erklärten, die Preise stärker im Blick zu haben. Zudem gibt es weniger Spontankäufe. 36 Prozent überlegen demnach deutlich länger, bevor sie sich etwas gönnen. Und 24 Prozent kaufen nur noch das Nötigste. Dazu betont Sebastian Kerkhoff, Senior Vice President bei Bonial: „Der Preis war, ist und bleibt ein entscheidender Faktor. Jeder von uns kennt die ,diebische Freude‘, wenn man einen besonders guten Deal beim Einkauf gemacht hat. Unsere Zahlen belegen klar, dass Titelseiten mit Preisen und Rabatten häufiger geklickt werden als ,leise‘ Titel mit einem zurückhaltenden Design. Zudem zeigen unsere regelmäßigen Nutzerbefragungen, dass ,Preis‘ und ,attraktive Rabatte‘ die größten Einflussfaktoren und Entscheidungskriterien für Konsument:innen in Deutschland sind.“
Und wenn sich die Verbraucher:innen etwas leisten, wie sehr stehen dann Möbel im Fokus? 15 Prozent planen sicher, in den nächsten Monaten Möbel oder Einrichtungsgegenstände zu kaufen. Bei 30 Prozent steht dies „vielleicht“ an. Die Mehrheit von 55 Prozent (2024: 58 %) will Möbel nur dann kaufen, wenn etwas kaputt geht oder wirklich „dringend benötigt“ wird. Trotzdem lassen sich die Verbraucher:innen durchaus in die Geschäfte locken, ist Sebastian Kerkhoff überzeugt: „Der stationäre Möbelhandel hat viel zu bieten und großes Potenzial, Verbraucher:innen gezielt von einem Besuch im Geschäft zu überzeugen. In der aktuellen Situation wird es auf eine attraktive, flexible und unkomplizierte Angebotskommunikation sowie passende Themenwelten ankommen.“
Die gesamte Umfrage und das Interview lesen Sie in „möbel kultur 2/25“.

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