Nobilia

Wachstum dank Exporterfolgen

Im vergangenen Jahr konnte der Küchenmöbel-Hersteller Nobilia erneut zulegen. Der Gesamtumsatz stieg um 5,3 Prozent auf 650,7 Mio. Euro. Dies ist allerdings nur auf den Export zurückzuführen, im Inland war

Im vergangenen Jahr konnte der Küchenmöbel-Hersteller Nobilia erneut zulegen. Der Gesamtumsatz stieg um 5,3 Prozent auf 650,7 Mio. Euro. Dies ist allerdings nur auf den Export zurückzuführen, im Inland war die Entwicklung mit einem Wert von 434,5 Mio. Euro rückläufig (2006: 448,6 Mio. Euro). Gleichzeitig stieg aber hierzulande Nobilias Marktanteil von 22,4 auf 24,4 Prozent. Schwerpunkt ist unverändert der Vertrieb über Einrichtungshäuser (Marktanteil: 29,1%). Bei der mengenmäßigen Betrachtung der Marktanteile nach Endverbraucherpreisgruppen zeigt sich, dass das Unternehmen vor allem im Segment zwischen 3.000 und 6.000 Euro stark ist (30-40%). Klein ist der Anteil unterhalb von 2.000 Euro. Einen Anstieg gibt es vor allem im Bereich von Küchen für 8.000 bis 10.000 Euro. Trotzdem bleibe Nobilia der klassische Anbieter der goldenen Mitte, betonte Dr. Günter Scheipermeier auf der heutigen Bilanzpressekonferenz in Verl.
Seine Ausfuhren konnte der Küchenmöbel-Hersteller ausbauen. Das Gesamtexportvolumen betrug 2007 216,2 Mio. Euro (+27,8%). Damit liegt die Exportquote nun bei 33 Prozent. Wesentliche Exportländer sind Frankreich, Belgien und Österreich. Insgesamt liefert Nobilia inzwischen in 44 Länder. Eine positive Entwicklung nahmen auch die ausländischen Gesellschaften. Die belgische Unternehmensgruppe Menatam SA, eine Beteiligung von Nobilia, hat jetzt die Mehrzahl ihrer 40 Studios auf das neue Konzept "Eggo" umgestellt. Die Tochtergesellschaft Noblessa Sverige AB in Schweden (8 Studios) will ihre Studioanzahl ausbauen und die Kütchenhaus Ltd. in England, ebenfalls eine Tochtergesellschaft, hat in Chester einen neuen Flagship-Store eröffnet. In der Summe der Produktions- und Handelsaktivitäten ergibt sich für die Unternehmensgruppe Nobilia ein Außenumsatz von 701,2 Mio. Euro (2006: 661,5 Mio. Euro).
Die Investitionen beliefen sich im vergangenen Jahr auf 28,6 Mio. Euro. Dabei wurde vor allem in das Werk Verl-Kaunitz investiert (15,8 Mio. Euro). Dort wurde die Fertigungskapazität von 2.700 auf 4.200 Schränke am Tag ausgebaut. Im Hauptwerk Verl-Sürenheide gab es Investitionen in Höhe von 4 Mio. Euro. Der Investitionsplan für 2008 sieht Ausgaben in Höhe von 27,1 Mio. Euro vor. So ist in Verl-Kaunitz der Bau eines vollautomatischen Hochregallagers geplant. Unter anderem aufgrund der Erweiterung in Verl-Kaunitz stieg die Zahl der Mitarbeiter bei Nobilia insgesamt von 1.762 um 146 Personen auf 1.908 Mitarbeiter Ende 2007.
Für das kommende Jahr rechnet das Unternehmen im Inland mit einer verhaltenen Entwicklung. Wachstumschancen gebe es im wesentlichen im Ausland, so Dr. Günter Scheipermeier. Daher will sich das Unternehmen 2008 unter anderem auf das Objektgeschäft in England, Irland, dem Nahen Osten, Schweden und China konzentrieren. Insgesamt rechnet Nobilia für 2008 mit einem Umsatzwachstum im oberen einstelligen Bereich.
Neben den Zahlen gab das Unternehmen auf der heutigen Pressekonferenz auch einige Personalveränderungen bekannt: Dr. Oliver Streit (bisher Geschäftsleitung) ist zum 1. Januar zum Geschäftsführer Marketing und Vertrieb berufen worden. Aufgrund des Wachstums hat sich Nobilia entschlossen, die Verantwortung in der Geschäftsleitung auf weitere Köpfe zu verteilen. Daher wurde diese ergänzt: Neben Christopher Stenzel (Finanzen) ist seit 1. November Gerold Lucas für den Bereich Technik zuständig.