Finanzinvestor will Schieder übernehmen

Überraschende Wende im Schieder-Krimi: Nach der Insolvenz vom Freitag teilte Interims-Geschäftsführer Dr. Ulrich Wlecke gestern abend mit, es gebe die Bereitschaft eines Investors, im Prinzip die ganze Unternehmensgruppe zu übernehmen.

Überraschende Wende im Schieder-Krimi: Nach der Insolvenz vom Freitag teilte Interims-Geschäftsführer Dr. Ulrich Wlecke gestern abend mit, es gebe die Bereitschaft eines Investors, im Prinzip die ganze Unternehmensgruppe zu übernehmen. Eine entsprechende Absichtserklärung sei bereits unterzeichnet worden. Es handele sich dabei um einen Finanzier "aus dem angelsächischen Raum". Der Plan sieht im Prinzip vor, dass der Investor die Beteiligungen von der Holding erwirbt. Diese bleibt in Insolvenz, eine neue Holding erhält frisches Geld und wäre quasi ohne Altlasten. "Es geht darum, den Zusammenhalt der Gruppe zu gewährleisten," betonte Dr. Ulrich Wlecke. Dass aber selbst eine solche Übernahme nicht ohne gravierende Einschnitte und Umstrukturierungen vonstatten geht, steht außer Frage.
Spekuliert werden darf auch darüber, ob der britische Geldgeber zwar erst mal alles übernimmt, tatsächlich aber nur an den Filetstücken der Gruppe interessiert ist. Zum Wochenende hatte beispielsweise die IMS aus Bendern/Liechtenstein als erste der Auslandsgesellschaften der Schieder Holding offiziell erklärt, dass sie über eine "solide Finanz- und Ertragslage" verfüge und von den "Ereignissen in Schieder nicht betroffen sei". Profitable Gesellschaften gibt es überdies in der Schweiz, in Italien und Bosnien-Herzigowina..