Format Küchen

Neuer Mehrheitseigner

Seit Montag hat Format Küchen in Haiger einen neuen Mehrheitsgesellschafter: 90 Prozent hat die CFC Industriebeteiligungen GmbH & Co. übernommen. Bisheriger Mehrheitsgesellschafter war Geschäftsführer Bernd Rink, der lediglich 10 Prozent

Seit Montag hat Format Küchen in Haiger einen neuen Mehrheitsgesellschafter: 90 Prozent hat die CFC Industriebeteiligungen GmbH & Co. übernommen. Bisheriger Mehrheitsgesellschafter war Geschäftsführer Bernd Rink, der lediglich 10 Prozent behalten hat. Zu den weiteren vier Verkäufern zählen unter anderem Vertriebsgeschäftsführer Frank Busch und Karl-Heinz Schneider (inzwischen Vertriebsdirektor AEG-Electrolux). Der Kauf schließt dabei auch das Betriebsgrundstück (52.000 qm) sowie eine weitgehend eigen genutzte Immobilie mit rund 22.000 qm Nutzfläche ein.
Das 1895 gegründete Traditionsunternehmen erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr mit ca. 140 Mitarbeitern nur noch einen Jahresumsatz von etwa 19 Mio. Euro. Insbesondere die stark gestiegenen Preise auf dem Beschaffungsmarkt hätten das Unternehmen im vergangenen Geschäftsjahr in eine existenzbedrohende Situation gebracht, so heißt es in der offiziellen Mitteilung. Schon im Vorfeld der Transaktion konnten erfolgreiche Verhandlungen mit den wichtigsten Lieferanten zur Verbesserung der Einkaufskonditionen geführt werden. Im Zentrum der Sanierung stehen nunmehr der Aufbau eines effizienten Kostenmanagements und die Optimierung der Vertriebsstrategie. Marcus Linnepe, CEO der CFC, gibt sich für die Zukunft optimistisch: "Wir trauen dem Unternehmen in Zukunft eine sehr gute Entwicklung zu. Format verfügt über ausgezeichnete Produkte und bietet den Service und die Vielfalt einer Küchenmanufaktur. Durch eine Überarbeitung des Marktauftritts und eine Fokussierung auf den Export wollen wir die Gesellschaft zurück auf einen profitablen Wachstumskurs führen."
CFC ist eine Beteiligungsgesellschaft, die sich auf den Erwerb und die Sanierung von mittelständischen Unternehmen in Umbruchsituationen spezialisiert hat. Investiert wird nur in solche Unternehmen, die trotz Krisensituation über einen gesunden Unternehmenskern verfügen. Das zentrale Entscheidungskriterium für eine Übernahme stellt in der Regel der sogenannte "100-Tage-Plan" dar: Vor einer Transaktion muss klar erkennbar sein, dass innerhalb von drei Monaten nach dem Einstieg durch CFC entsprechende Maßnahmen ergriffen werden können, um die Krise zu beheben und die Weichen für langfristig profitables Wachstum zu stellen.