GfK-Konsumklimastudie

Stabiler Aufwärtstrend lässt auf sich warten

Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich im Juli erneut leicht verbessert. Das geht aus der aktuellen Konsumklimastudie des Meinungsforschungsinstituts GfK hervor. Zum dritten Mal in Folge stieg die Neigung

Die Stimmung der deutschen Verbraucher hat sich im Juli erneut leicht verbessert. Das geht aus der aktuellen Konsumklimastudie des Meinungsforschungsinstituts GfK hervor. Zum dritten Mal in Folge stieg die Neigung der Verbraucher, in nächster Zeit größere Anschaffungen zu tätigen, auf Rekordhöhe. Im Juli legte der Indikator nochmals um drei Punkte auf einen Wert von 57,5 Punkten zu. Insgesamt stieg der Indikator zum fünften Mal in Folge. Mehr und mehr Bundesbürger halten es angesichts der in sechs Monaten anstehenden Erhöhung der Mehrwertsteuer für ratsam, vor allem größere Anschaffungen vorzuziehen.
Zudem schätzen die Verbraucher die Entwicklung ihres eigenen Einkommens wieder etwas positiver ein als im Vormonat, ein wirklicher Aufwärtstrend ist jedoch nicht erkennbar. Der Indikator stieg im Juli um fünf Punkte auf einen Wert von minus 3,8, glich damit die Verluste aus dem Vormonat aber nur zum Teil aus. Der Anstieg ist fast ausschließlich den gegenüber Juni deutlich positiveren Aussagen der Bewohner der neuen Bundesländer zuzuschreiben. Dennoch bleibt die Einkommensstimmung im Osten deutlich pessimistischer als im Westen. Negative Folgen für ihre künftige finanzielle Situation befürchten die Konsumenten vor allem wegen der Mehrwertsteuer-Erhöhung, der Reform des Gesundheitswesens und der Entwicklung der Öl- und Benzinpreise.
Die Erwartungen an die konjunkturelle Entwicklung werden wie bereits im Juni etwas skeptischer beurteilt. Nach revidiert 8,0 Punkten im Juli prognostiziert der Konsumklimaindikator für August einen Wert von 8,6. Der Anstieg des Konsumklimas resultiert einzig aus der positiven Anschaffungsneigung.
Der Indikator für die Konjunkturerwartung ging wie bereits im Juni erneut abwärts. Offenbar befürchten viele Konsumenten, dass die bisherien positiven Zeichen für die Konjunktur nur von begrenzter Dauer sein könnten. Ab 2007 ist mit umfangreichen finanziellen Belastungen der privaten Haushalte zu rechnen. Dies könnte dem momentanen Konjunkturhoch einen starken Dämpfer versetzen.
Die Ergebnisse der GfK-Studie basieren auf monatlich rund 2.000 Verbraucherinterviews, die im Auftrag der EU-Kommission durchgeführt werden.