AEG/Electrolux
Massive Proteste gegen die mögliche Schließung in Nürnberg
Wegen massiver Protesten geriet erneut AEG in die gestrigen Schlagzeilen. Die mögliche Schließung des Nürnberger Werkes, das 1.750 Beschäftigten den Arbeitsplatz kosten würde, führte zu Demonstrationen und sogar in Italien
Wegen massiver Protesten geriet erneut AEG in die gestrigen Schlagzeilen. Die mögliche Schließung des Nürnberger Werkes, das 1.750 Beschäftigten den Arbeitsplatz kosten würde, führte zu Demonstrationen und sogar in Italien und Spanien zu Solidaritätskundgebungen. Unterstützt von der IG Metall und Bürgermeister Ulrich Maly, forderten die fränkischen AEG-Mitarbeiter nun eine Standortgarantie. "Die Belegschaft und die Gewerkschaften werden ein Sterben auf Raten nicht finanzieren," erklärte der Betriebsratsvorsitzende Harald Dix. Nur bei einem auf Dauer tragfähigen Konzept sei man für konstruktive Lösungen offen, betonte dazu der IG Metall-Vorsitzende Berthold Huber. Huber sieht die Pläne des Electrolux-Konzerns zudem als Versuch, Produktionsstätten in West- und Osteuropa gegeneinander auszuspielen, und will deshalb sogar gemeinsam mit dem Europäischen Metallgewerkschaftsbund in die Offensive gehen.
Am vergangenen Montag hatten sich auch Bundeswirtschaftsminister Wolfgang Clement und der bayrische Wirtschaftsstaatssekretär Hans Spitzner eingeschaltet, indem sie persönlich in die Konzernzentrale nach Stockholm reisten. Doch die Gespräche mit Electrolux-Chef Hans Straberg über die Erhaltung des Nürnberger Werkes zeigten sich bisher ergebnislos.
Im September und Oktober sollen weitere Protestaktionen auf europäischer Ebene stattfinden.

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu verfassen.
Sie haben noch kein Konto?
Jetzt registrieren