Miele
Feiert heute 125. Geburtstag
Heute vor 125 Jahren, am 1. Juli 1899, gründeten der Techniker Carl Miele sen. und der Kaufmann Reinhard Zinkann ihr Unternehmen Miele & Cie. Erstes Produkt: eine Milchzentrifuge. 1901 ging
Heute vor 125 Jahren, am 1. Juli 1899, gründeten der Techniker Carl Miele sen. und der Kaufmann Reinhard Zinkann ihr Unternehmen Miele & Cie. Erstes Produkt: eine Milchzentrifuge. 1901 ging die erste Miele-Waschmaschine an den Start – ein größerer Holzbottich mit Drehkreuz darin, das zunächst noch über einen Hebel zu bewegen ist. 1907 verlegt Miele Sitz und Produktion an seinen heutigen Stammsitz Gütersloh. Zunächst entwickelt sich das Unternehmen zum breit aufgestellten Ausrüster mit Schwerpunkt Landwirtschaft. Ende der 1920er-Jahre kommen aus dem Zweigwerk in Bielefeld (errichtet 1916) erste Staubsauger sowie 1929 Europas erster elektrischer Geschirrspüler. Dann jedoch fokussiert man sich schrittweise auf hochwertige Elektrogeräte für die Küche, Wäsche- und Bodenpflege. Hinzu kommen Wäschereitechnik (1924) und später das gewerbliche Geschirrspülen sowie Reinigung, Desinfektion und Sterilisation für medizinische Einrichtungen und Labore (heutige Business Unit Professional).
Hierfür gibt Miele 1960 in Bielefeld die Produktion von Zweirädern auf. Stattdessen setzt man dort nun auf den Geschirrspüler, der sich in den Küchen immer weiter verbreitet. Die Melktechnik wird in den späten 1980er-Jahren veräußert, die Produktion von Küchenmöbeln 2005. Ein Meilenstein zur Stärkung des strategisch wichtigen Geschäfts mit den Kücheneinbaugeräten ist 1989 die Übernahme des Kochgeräteherstellers Imperial mit Werken in Bünde und Arnsberg. In den 1990er-Jahren entstehen dort Weltneuheiten wie der erste drucklose Einbaudampfgarer. Bereits 1973 hatte Imperial in Kooperation mit dem Glaskeramikspezialisten Schott die weltweit ersten Cerankochfelder auf den Markt gebracht.
Parallel wachsen die weltweiten Vertriebsstrukturen wie auch der Werkeverbund stetig weiter. Im Jubiläumsjahr ist Miele in 49 Ländern mit eigenen Vertriebsgesellschaften vertreten und unterhält dort mehr als 200 eigene Marken-Stores. Von den derzeit 15 Werken liegen acht in Deutschland, mit Investitionszusagen in die hiesigen Standorte von insgesamt 500 Mio. Euro bis Ende 2028. Je ein weiteres Werk befindet sich in Österreich, China, Tschechien, Rumänien und Polen. Hinzu kommen die beiden Standorte des italienischen Medizintechnikspezialisten Steelco Group, der seit 2017 zur Miele Gruppe gehört.
Für den zusätzlichen Ausbau des potenzialträchtigen Geschäfts in Nordamerika entsteht das 16. Werk gerade im US-Bundesstaat Alabama. Ende 2024 startet hier die Produktion der großvolumigen Herde und Backöfen, die speziell für diese Region konzipiert sind. Die Geschäftsleitung der Miele Gruppe setzt sich zusammen aus zwei Vertretern der Eigentümerfamilien Miele und Zinkann sowie drei familienunabhängigen Geschäftsführern und einer Geschäftsführerin jeweils mit Ressortzuständigkeit.

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