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Konsumklima: Zwei-Jahres-Hoch auf niedrigem Niveau
Das Konsumklima verbessert sich zum dritten Mal in Folge. In der Prognose für Mai nimmt der Indikator im Vergleich zum Vormonat (revidiert -27,3 Punkte) um 3,1 Zähler auf -24,2 Punkte
Das Konsumklima verbessert sich zum dritten Mal in Folge. In der Prognose für Mai nimmt der Indikator im Vergleich zum Vormonat (revidiert -27,3 Punkte) um 3,1 Zähler auf -24,2 Punkte zu. Er erreicht damit ein Zwei-Jahres-Hoch, allerdings immer noch auf einem überaus niedrigen Niveau. Die leicht steigende Sparneigung gewinnt 2,5 Punkte hinzu und weist mit 14,9 Zählern weiter ein sehr hohes Niveau auf. Vor 12 Monaten lag der Sparindikator noch bei 1,8 Punkten.
„Der im Vergleich zu den beiden Vormonaten stärkere Anstieg des Konsumklimas ist vor allem auf die spürbare Zunahme der Einkommenserwartungen zurückzuführen“, erklärt Rolf Bürkl, Konsumexperte beim Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM). „Lohn- und Gehaltszuwächse in Verbindung mit einer zuletzt rückläufigen Inflationsrate bilden die Basis für eine steigende Kaufkraft bei den privaten Haushalten.“
Bereits zum dritten Mal in Folge legt die Einkommenserwartung der Verbraucher:innen im April zu (+ 12,2 Punkte), der Indikator klettert auf 10,7 Punkte (zuletzt im Januar 2022 höher mit 16,9 Zählern). Insgesamt hat sich der Einkommensindikator seit Anfang des Jahres bereits um mehr als 30 Punkte verbessert. Die privaten Haushalte verzeichnen derzeit deutliche reale Einkommenszuwächse, zum anderen sinkt derzeit die Inflationsrate (März 2,2 %).
Die Anschaffungsneigung profitiert moderat von den gestiegenen Einkommenserwartungen (im April +2,7 Zähler) auf aktuell -12,6 Punkte. Sie liegt damit sogar deutlich unter den Werten, die in den beiden coronabedingten Lockdowns 2020 und 2021 gemessen wurden. Auch die Konjunkturerwartungen legen zu: Der Indikator gewinnt 3,8 Punkte und steigt auf 0,7 Zähler. Dies ist seit Juli 2023 (3,7 Punkte) der beste Wert. Allerdings steht im Vergleich zum entsprechenden Zeitraum des Vorjahres noch immer ein deutliches Minus von 13,6 Punkten zu Buche.
Der Internationale Währungsfonds (IWF) geht in seiner kürzlich veröffentlichten Prognose davon aus, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in diesem Jahr in Deutschland nur um magere 0,2 Prozent zulegen wird. Dabei soll die Konjunktur nach schwächeren ersten sechs Monaten in der zweiten Jahreshälfte 2024 wieder etwas anziehen.

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