Branchenradar Österreich

Teure Küchen sorgten für 10 Prozent Minus

Laut Analyse des österreichischen Marktforschungsinstituts Branchenradar.com reduzierte sich der Umsatz mit Küchenmöbeln im Nachbarland 2023 um 10,8 Prozent auf rund 422 Mio. Euro. Bei Küchenspülen sank der Umsatz um 9,3

Laut Analyse des österreichischen Marktforschungsinstituts Branchenradar.com reduzierte sich der Umsatz mit Küchenmöbeln im Nachbarland 2023 um 10,8 Prozent auf rund 422 Mio. Euro. Bei Küchenspülen sank der Umsatz um 9,3 Prozent auf knapp 26 Mio. Euro und mit Küchenarbeitsplatten um 5,8 Prozent auf knapp 83 Mio. Euro, trotz anhaltendem Trend zu hochpreisigen Ausführungen aus Naturstein, mineralischen Werkstoffen und Keramik. Ebenso wie bei Spülen dämpfte der verschärfte Preiswettbewerb den Preisauftrieb.

Entgegen der häufigen Deutung, dass der rückläufige Wohnungsneubau zur negativen Entwicklung beigetragen habe, stellt der Branchenradar jedoch fest, dass die Wohnungsfertigstellungen in Österreich 2023 nochmals anstiegen und entsprechend auch der Bedarf an Küchen im Wohnungsneubau. Im Ersatz- und Austauschgeschäft hingegen schrumpfte die Nachfrage im Vergleich zu 2022 um beinahe 19 Prozent. Die Erklärung: Der Kauf einer neuen Küche war vielen Haushalten zu teuer. Eine neue Küche kostete inklusive Arbeitsplatte, Küchenspüle und Haushaltsgeräten im Vorjahr rund ein Fünftel mehr als noch drei Jahre davor. Vor dem Hintergrund der hohen Inflation, einer allgemein pessimistischen Stimmungslage und der Verlagerung der Haushaltsausgaben hin zu Gastronomie, Freizeit und Urlaub wurden Ersatzinvestitionen daher vielerorts aufgeschoben.