VKG

Dieter Mahr nun endgültig im Aus?

Die offizielle Stellungnahme steht zwar noch aus, doch so viel ist klar: Auf der gestrigen außerordentlichen Gesellschafterversammlung hat sich VKG-Geschäftsführer Dieter Mahr in seiner Position nicht weiter durchsetzen können. 24

Die offizielle Stellungnahme steht zwar noch aus, doch so viel ist klar: Auf der gestrigen außerordentlichen Gesellschafterversammlung hat sich VKG-Geschäftsführer Dieter Mahr in seiner Position nicht weiter durchsetzen können. 24 der 26 Gesellschafter stimmten für seine Absetzung. Zum Nachfolger wurde nun Heinrich Becker gewählt, bisher Prokurist Finanzen – und wie Mahr ins ausstehende Anklageverfahren wegen Steuerhinterziehung verwickelt. Ob es endgültig bei der Entscheidung bleibt oder Mahr erneut versuchen wird, diese anzufechten, wird man sehen. Schließlich ist es dem Ex-Geschäftsführer schon mehrmals in der Vergangenheit gelungen, sich aus dem Abseits zurück ins Spielfeld zu bringen. Anknüpfungspunkt könnte die Übertragung weiterer Gesellschafteranteile sein, die das Stimmverhältnis wieder kippen könnten (Voraussetzung sind 75 % Mehrheit + 1 Stimme). Obwohl zwölf Mitglieder beteits Anteile erworben hatten, wurden diese bislang via Aufsichtsrat nicht zugelassen. Weiteres Konfliktpotenzial birgt die Beziehung GmbH und KG: Immer noch gibt es reichlich Mahr-Anhänger unter den Kommanditisten oder zumindest Mitglieder, die mit der neuen Entscheidung für Becker nicht einverstanden sind.
Auch im Zusammenhang mit der prekären Finanzlage des Verbands sollen deshalb wiederum rund 40 Händler ihren Austritt angekündigt haben. Der gestrige Rückzug von Häcker aus der ZR, in Frage stehende Boni-Auszahlungen, Altlasten und wahrscheinlich hohe Zahlungen ans Finanzamt: All dies sorgt derzeit für reichlich Zündstoff und Druck im VKG – sodass das endgültige Wort über die Zukunft des Verbands wohl noch nicht gesprochen ist. Die Frage ist auch, wie lange die Geduld der Banken gegenüber dem hochverschuldeten VKG noch anhalten wird. Einen sauberen Schnitt mit Übergang in eine weniger turbulente Zukunft könnte das beschleunigte Zusammengehen mit dem Trend-Verband bedeuten. Aber auch um dieses Thema kreisen zunächst noch einige offene Fragen.