Walther mit zweistelligem Minus
Kräftige Umsatzeinbußen muss Kurt Krieger bei Möbel-Walther hinnehmen. Der Umsatz der Möbel-AG sank im vergangenen Jahr von 586,5 Mio. Euro um 13,8% auf 505, 9 Mio. Euro. Allein in Deutschland
Kräftige Umsatzeinbußen muss Kurt Krieger bei Möbel-Walther hinnehmen. Der Umsatz der Möbel-AG sank im vergangenen Jahr von 586,5 Mio. Euro um 13,8% auf 505, 9 Mio. Euro. Allein in Deutschland gingen die Umsätze auf 450,5 Mio. Euro zurück. Die stärksten Einbußen fuhren die 11 Einrichtungshäuser in Deutschland ein, die immerhin 73% Anteil haben. Besser schnitten die 11 Discounter der Sconto-Schiene ab, die sich mit 79,4 Mio. fast auf Vorjahresniveau behaupten konnten.
Die Umsätze in Polen und Ungarn drückten sinkende Wechselkurse, die Sconto-Märkte in Polen kamen auf keinen ausreichenden Deckungsbeitrag.
Am Standort Schwetzingen wurden in 03 nochmals 5 Mio. investiert, in Warschau wird ebenfalls weiter gebaut, geplante Eröffnung noch in diesem Jahr. Und nach allerlei juristischem Hickhack mußte das Ex-Mutschler-Haus in Neu-Ulm jetzt doch wieder eröffnet werden.
Dem Umsatzrückgang begegnete der Vorstand mit drastischem Personalabbau. Die Zahl der Beschäftigten sank um 888 auf 3.016 Mitarbeiter. Damit wurde das Personal stärker angepasst als der Umsatz zurückging. Weitere Maßnahmen: "Die Umsetzung des eingeleiteten Restrukturierungsprogramms wurde in 03 im wesentlichen abgeschlossen. Im Zuge dessen wurden erhebliche organisatorische Veränderungen sowie Änderungen in den Abläufen vorgenommen und Funktionen in der Verwaltung sowie in der Logistik gebündelt."
Die Perspektiven für das laufende Jahr: Walther-Vorstand Bernhard Hönig und Klaus-Peter Lasseck richten sich zwar nochmals auf sinkende Umsätze ein. Dafür rechnen beide aber aufgrund der Kosteneinsparungen – erstmals seit 2000 – für dieses Jahr wieder mit schwarzen Zahlen.

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