Area30
Sechs Zugpferde bleiben weg
War letzte Woche noch ein Großteil der etablierten Aussteller für eine Teilnahme an der Küchenmeile A30, scheint die Stimmung jetzt ins Gegenteil zu kippen. So gibt es für die Area30
War letzte Woche noch ein Großteil der etablierten Aussteller für eine Teilnahme an der Küchenmeile A30, scheint die Stimmung jetzt ins Gegenteil zu kippen. So gibt es für die Area30 Absagen von Unternehmen, die zu den etablierten Zugpferden des Löhner Messezentrums zählen und die auch ursprünglich zugesagt hatten, aber nun zu einer anderen Entscheidung gekommen sind. Falmec, KüchenTreff, Naber, Oranier, Schock und Systemceram: Der „harte Kern“ der Area30-Aussteller ist sich einig, in diesem Herbst doch keinen Messestand aufzubauen.
„Zu wenig Kunden“ hatte schon im Vorfeld einer der Area30-Aussteller unserer Redaktion zur Begründung mitgeteilt, nachdem er selbst wie auch andere Branchenkollegen ein eher müdes oder zumindest unentschlossenes Feedback auf die Messepläne registriert hatte. „Wenn Begros und andere wichtige Vertreter aus dem Handel nicht kommen, macht dies für uns keinen Sinn mehr, zumal ja auch ein recht hoher Aufwand dahintersteht.“
„Als Unternehmer möchten wir einen Beitrag zur Eingrenzung der Pandemieentwicklung in Deutschland leisten und übernehmen Verantwortung für unsere Mitarbeiter und Kunden“, so lautete heute die offizielle Begründung per Pressemitteilung. Stattdessen wollen die sechs “Zugpferde” auf anderen Wegen den intensiven Austausch mit den Handelspartnern ermöglichen, um so mit Rat und Tat beim wichtigen Herbstgeschäft zu unterstützen.
Für Trendfairs-Geschäftsführer Michael Rambach als Messeveranstalter ein schwerer Schlag, zumal das Team ein umfangreiches Sicherheitskonzept ausgearbeitet hat. Wie jetzt die anderen der immerhin noch rund 60 angemeldeten Aussteller reagieren, wird man der täglich aktualisierten Liste auf der Website entnehmen. Dem Vernehmen nach hat Rambach bereits ein Alternativkonzept in Vorbereitung. Entsprechendes deutet auch der Pressetext an: „Die Nichtteilnahme an der stationären Area30 schließt jedoch nicht zwangsläufig die Partizipation an digitalen/virtuellen Formaten aus, die von Seiten des Messeveranstalters derzeit erarbeitet werden.“
„Wir bedauern diese Entscheidung, die alleine aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie getroffen wurde. Alle beteiligten Unternehmen stehen zu 100 Prozent hinter dem Messekonzept von Trendfairs und freuen sich gemeinsam auf ein sicheres sowie erfolgreiches Messeevent für die Küchenbranche im September 2021“, so der Ausblick der heutigen Mitteilung auf das nächste Jahr.
Abzuwarten ist indes auch, wie sich die Situation auf Gut Böckel entwickelt, nachdem Miele und Blanco abgesagt haben. Welche Gebäude im September belegt werden, ist laut Aussage der Veranstalter Gut Böckel GmbH bislang unklar. Im Moment finden noch diverse Gespräche statt, sodass frühestens in der kommenden Woche eine Entscheidung feststeht, inwieweit die Location in Rödinghausen öffnet. Doch beispielsweise Warendorf hat bereits für sich entschieden, sich in diesem Herbst von der Ausstellung zurückzuziehen und stattdessen eine Hausmesse in Warendorf zu veranstalten.

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