Nobilia

Weiter auf der Erfolgsspur

Um 5,2 Prozent auf 417,2 Mio. Euro ist der Umsatz von Nobilia im vergangenen Jahr erneut ein gutes Stück gewachsen. Dies teilte der Verler Küchenhersteller auf der heutigen Presskonferenz mit.

Um 5,2 Prozent auf 417,2 Mio. Euro ist der Umsatz von Nobilia im vergangenen Jahr erneut ein gutes Stück gewachsen. Dies teilte der Verler Küchenhersteller auf der heutigen Presskonferenz mit. Den Schub nach vorn lieferte vor allem der Export (jetzt 20 % vom Gesamtumsatz). Hierzulande kletterte der Umsatz immerhin noch um 3,2 Prozent. Und dies sei nicht allein auf die übernommenen Stellplätze der insolventen KM Möbel AG zurückzuführen, wie Geschäftsführer Dr. Günther Scheipermeier heute betonte: "Wir sind auch bei Verbänden und Kundengruppen gewachsen, bei denen K & M bisher nicht vertreten war."
Mit den jüngsten Kooperationen (u. a. VME, Küche & Co, KüchenTreff und Alliance) erweiterte sich der Kundenkreis vor allem um kleinere und mittelständische Händler. Wert und Menge seien insgesamt in etwa analog gewachsen, sodass auch 2003 wieder Geld verdient wurde und Luft für Investitionen in Höhe von 12,5 Mio. Euro blieb. Dennoch ist die Preisschlacht am Markt ein durchgängiges Thema. Für besonderen Ärger sorgten die Landesbürgschaften für Alno und Casawell, die – teils schon gezahlt, teils noch ausstehend – Nobilia und sechs weitere Küchenhersteller wegen "staatlich subventionierter Wettbewerbsverzerrung" auf den Plan rief. Ein Schreiben an die Finanzminister von NRW und Baden-Württtemberg prangert nun an, dass die Gelder nicht für die vorgegebenen "dringend notwendigen Investitionen", sondern zum Ausgleich operativer Verluste der Vergangenheit und für Preisdumping verwendet wurden.
Den eigenen Rückzug aus dem Niedrigpreis-Segment, wie in 2002 vollzogen, will Nobilia jedoch nicht weiter betreiben. Um das Feld (besonders im SB-Geschäft) nicht anderen zu überlassen und dabei die Kosten für die Blockvermarktung zu deckeln, wurde eigens die türkische Gerätemarke Beko ins Sortiment aufgenommen. Personalabbau oder Arbeitszeiterhöhung der konstant 1.403 Beschäftigten stehen noch nicht zur Diskussion. Vielmehr sei die schlanke und effiziente Produktion (mit nur 10 % Personalkosten) ausreichend, um auch in Zukunft dem Wettbewerb standzuhalten.