Tempur
Mehr Platz für Wachstum
Viel Bewegung bei Tempur: Um den Fokus stärker auf Online-Aktivitäten und die eigenen Stores legen zu können, hat das Unternehmen sein Vertriebssystem umgestellt und sich von knapp 100 Händlern getrennt.
Viel Bewegung bei Tempur: Um den Fokus stärker auf Online-Aktivitäten und die eigenen Stores legen zu können, hat das Unternehmen sein Vertriebssystem umgestellt und sich von knapp 100 Händlern getrennt. Nach dem starken Geschäftsjahr 2017 lässt sich festhalten: Es war eine Entscheidung mit Weitblick. Geschäftsführer Thomas Bauer erläutert im Interview die Gründe.
möbel kultur: 2017 war ein ereignisreiches und spannendes Jahr für die Schlafenbranche, die von vielen Start-ups aufgewirbelt wurde. Mit welcher Stimmung hat Tempur das vergangene Jahr abgeschlossen und was waren die größten Herausforderungen?
Thomas Bauer: Hätte ich diese Frage Ende September gestellt bekommen, hätte ich gesagt, dass es ein sensationelles Jahr war, da wir zu diesem Zeitpunkt im zweistelligen Wachstum unterwegs waren. Dann kam allerdings das vierte Quartal, das für die gesamte Branche und für uns katastrophal und ein richtiger Rückschlag war. Auch wenn wir von den Vorfällen bei BASF überhaupt nicht direkt betroffen waren, hat man die Verunsicherung und Kaufzurückhaltung der Endkunden extrem gespürt. Des Weiteren herrscht momentan eine enorme Veränderung im Markt Richtung online, die deutlich spürbar ist. Trotz all dieser Umstände sind wir sehr zufrieden, weil wir immer noch eine hohe, einstellige Wachstumsrate erzielen konnten – vor allem, wenn man sieht, wie sich der Markt entwickelt hat.
möbel kultur: Das Vertriebssystem von Tempur hat sich von einem selektiven in ein einfaches System verändert. Was versprechen Sie sich von dieser Änderung?
Thomas Bauer: Seit 2012 gibt es einen starken Rückgang in den traditionellen Kanälen, wie Möbel- oder Bettenhandel. Also gilt der Fokus den direkten Absatzkanälen wie eigenen Stores. Für dieses Wachstum mussten wir uns jedoch erst einmal Platz schaffen und das bestehende Vertriebssystem ausdünnen. In diesem Zug haben wir uns von knapp 100 Händlern getrennt, den freien Platz dafür genutzt, um unsere eigene Online-Aktivität und Stores zu stärken und uns vom selektiven Vertriebssystem zu verabschieden.
Das gesamte Interview lesen Sie in der März-Ausgabe der „möbel kultur“.

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