BBE

Mehr als 80 Prozent der Konsumgütermärkte steigerten 2015 ihren Umsatz

Der Großteil der Konsumgütermärkte konnte das vergangene Jahr mit einem Umsatzplus abschließen. Das zeigt das aktuelle Märkte-Ranking, mit dem das IFH Köln und die BBE Handelsberatung die Umsatzentwicklung von 54

Der Großteil der Konsumgütermärkte konnte das vergangene Jahr mit einem Umsatzplus abschließen. Das zeigt das aktuelle Märkte-Ranking, mit dem das IFH Köln und die BBE Handelsberatung die Umsatzentwicklung von 54 relevanten Konsumgütersparten auf Basis von Hochrechnungen analysieren. Insbesondere im Vergleich zu 2014 fällt die Umsatzentwicklung positiv aus. So können 44 Konsumgütermärkte zumindest ein leichtes Plus verzeichnen. Damit decken die Märkte insgesamt ein Volumen von 590 Mrd. Euro ab – 443 Mrd. Euro davon entfallen auf den B2C-Bereich, die restlichen 147 Mrd. Euro haben ihren Umsatzschwerpunkt im B2B-Sektor.

Unter den Top-10-Märkten im Ranking finden sich nur zwei B2B-Märkte: Büromöbel und Berufsbekleidung. Der persönliche Konsum spielt die Hauptrolle. So können sich Elektro-Kleingeräte mit einem Plus von 11,2 Prozent an die Spitze der „Branchentreppe“, die das Märkte-Ranking abbildet, setzen. Vor allem die Bereiche Personal Care, Küchenmaschinen (Thermomix etc.) und Staubsauger zählen hier zu den Markttreibern. Lederwaren können ein Umsatzplus von 8,9 Prozent verbuchen, insbesondere dank Damentaschen. Der Uhrenmarkt wächst um 7,9 Prozent; Treiber sind hier besonders Armbanduhren mit Edelmetallgehäuse. Schlusslicht des Märkte-Rankings sind Fotokameras mit einem Umsatzminus von 6,7 Prozent sowie Personal Computer/Software, die im Vergleich zu 2014 11,4 Prozent verlieren.

Das Ranking zeigt, dass der private Konsum boomt: Alle B2C-Märkte legen im Schnitt um fast 1,8 Prozent zu. Der gesamte Privatkonsum steigt 2015 sogar um 2,5 Prozent. Dabei geben die Konsumenten für Dienstleistungen glatt drei Prozent mehr aus. Für alle restlichen Konsumgüter bleibt entsprechend weniger übrig – zum Nachteil des Einzelhandels. Eher schwach hat sich der B2B-Sektor entwickelt. Hier ist über alle B2B-Märkte hinweg in Minus von 1,8 Prozent aufgelaufen.

„Gerade Office Products und baunahe Güter verspüren die verhaltene Nachfrage im Gewerbesektor. Dies kann als ein erstes Indiz für das rauer werdende konjunkturelle Umfeld im B2B-Bereich gewertet werden“, interpretiert Uwe Krüger, Senior Consultant am IFH Köln, die Ergebnisse des Rankings.

“Die zum Teil guten Werte 2015 dürfen aber nicht darüber hinweg täuschen, dass sich diese positiven Entwicklungen sehr unterschiedlich verteilen. Der Hyperwettbewerb wird sich verschärfen: Online versus Offline, Oberzentrum versus Unterzentrum, Kleinbetriebe versus Großbetriebe sowie Handel versus Hersteller versus Vertikale. Der Druck wird weiter zunehmen. Eine gute konjunkturelle Entwicklung in einigen Branchen ist kein Grund die wichtigen, anstehenden Fragen nicht zu stellen“, stellt Sebastian Deppe, Mitglied der Geschäftsführung der BBE Handelsberatung, fest.

Das gesamte Ranking können Sie sich als PDF unterhalb der Meldung herunterladen. Zudem empfehlen wir in diesem Kontext auch unsere frischen Consumer Reports 2016.