Bundesverband GPK

Umsatzplus von 4,6 Prozent – Elektrokleingeräte sind Wachstumstreiber

Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter der GPK-Branche. Der Umsatz stieg 2015 um 4,6 Prozent auf 6,143 Mrd. Euro. Wachstumstreiber sind Elektrokleingeräte mit einem Plus von 11,2 Prozent. Das gab der

Ein erfolgreiches Jahr liegt hinter der GPK-Branche. Der Umsatz stieg 2015 um 4,6 Prozent auf 6,143 Mrd. Euro. Wachstumstreiber sind Elektrokleingeräte mit einem Plus von 11,2 Prozent. Das gab der Bundesverband für den gedeckten Tisch, Hausrat und Wohnkultur jetzt anlässlich der Ambiente in Frankfurt bekannt.

Gleichzeitig erhöhte sich die Nachfrage nach Geschirr, Gläsern, Besteck und Tischaccessoires. Das Institut für Handelsforschung (IFH) weist bei Geschirr ein Umsatzplus von 2,8 Prozent gegenüber dem Jahr 2014 aus. Bei Glas sind es sogar 6,4 Prozent mehr und bei Besteck 4,5 Prozent. Auf 1,5 Mrd. Euro kommt der Markt für Tischkultur in Deutschland.

Der Markt für Koch-, Brat- und Backgeschirr hat ein Volumen von 737 Mio. Euro, zusammen mit Schneidwaren knapp 1 Mrd. Euro. Hinzu kommen Elektrokleingeräte wie Kaffeeautomaten, Küchenmaschinen und Standmixer als größte Gruppen, deren Umsatz innerhalb der Branche für Tisch- und Küchenausstattung dieses Volumen verdoppeln dürfte. Hervorzuheben sind hier alle Produkte für das Backen, das durch die Vielfalt an Silikonformen einen regelrechten Boom erlebt. Das gilt weiterhin auch für das Ganzjahresthema Grillen. Innerhalb der letzten zehn Jahre haben sich die Umsätze vervierfacht, das Marktvolumen liegt bei 1,1 Mrd. Euro, an dem die Branche zu einem wesentlichen Teil partizipiert.

Schließlich vertritt der Bundesverband auch die Fachgeschäfte für Geschenkartikel, Wohnaccessoires und Dekoration. Es sind Märkte, die sich nur schwer zu anderen Branchen abgrenzen lassen und in Summe auf zwei Mrd. Euro Umsatz kommen. Auch hier wurde 2015 ein Umsatzplus realisiert.

„Da der Markt für Food und Near-Food als gesättigt angesehen werden kann und die Haushaltsausstattung mit Flatscreens, PC, Smartphones und Tablets bereits ein sehr hohes Niveau hat, profitiert die Einrichtungsbranche überproportional von dem zusätzlich verfügbaren Einkommen“, so Thomas Grothkopp, Geschäftsführer des Bundesverbandes.

Betrachtet man konkret den Markt für Tisch- und Küchenausstattung sowie Hausrat, so steht hier der Fachhandel mit einem Anteil von 37 Prozent an erster Stelle, gefolgt vom Möbelhandel mit 13 Prozent. Karstadt, Kaufhof und die überwiegend mit EK Servicegroup kooperierenden inhabergeführten Kaufhäuser kommen mit ihren Fachabteilungen auf 9,5 Prozent Marktanteil. Online-Umsätze dieser Vertriebsformen sind hier bereits enthalten. Der Distanzhandel als Online-Pure-Player, als kataloggestützte Versender, als Shopping-TV und -Portal sowie als Hersteller-Direktvertrieb zusammengenommen, kommt auf 12 Prozent Marktanteil. Die SB-Warenhäuser und Verbrauchermärkte machen 11,5 Prozent aus, Lebensmittelhandel und Discounter 12 Prozent.

Der Bundesverband erwartet 2016 eine Fortsetzung des positiven Trends. Das Niveau von 2015 wieder zu erreichen, wäre ein Erfolg. Ob nochmals ein Mehrumsatz zu erwarten ist, kann "angesichts der sehr unklaren politischen und wirtschaftlichen Situation nicht seriös vorausgesagt werden", so der Verband.