BVDM

Umsatz des Möbelhandels stieg 2014 auf 31,3 Mrd. Euro

Anlässlich der heutigen Wirtschaftspressekonferenz der "imm cologne" gab Thomas Grothkopp, Hauptgeschäftsführer des BVDM, die Zahlen des Möbel-, Küchen- und Einrichtungsfachhandels für 2014 bekannt. Demnach wurde im vergangenen Jahr ein Umsatz

Anlässlich der heutigen Wirtschaftspressekonferenz der "imm cologne" gab Thomas Grothkopp, Hauptgeschäftsführer des BVDM, die Zahlen des Möbel-, Küchen- und Einrichtungsfachhandels für 2014 bekannt. Demnach wurde im vergangenen Jahr ein Umsatz von 31,3 Mrd. Euro erzielt. Das entspricht einem Plus von 1,8 Prozent. Auch 2015 erwartet der BVDM, die 31-Mrd-Euro-Marke wieder zu überschreiten.
Thomas Grothkopp betonte, dank starker Einkaufsverbände, zu denen rund 80 Prozent aller Handelsbetriebe mit mehr als 60 Prozent Anteil am Branchenumsatz gehören, können in dieser Branche auch kleinere und mittlere Unternehmen erfolgreich arbeiten. "Nur ein Viertel des Umsatzes macht der SB-Bereich aus, einschließlich des geringfügigen Anteils der branchenfremden Vertriebswege wie Lebensmitteldiscounter und Baumärkte für den Bereich der Klein- und Mitnahmemöbel. Discount-Verhältnisse wie bei Gütern des täglichen Bedarfs sind bei Möbeln nicht vorstellbar", so Grothkopp.
Parallel dazu gewinnt die neue Vertriebsform der online bestellten Möbel zunehmend an Bedeutung. Rund 1,5 Mrd. Euro, gut vier Prozent des Gesamtumsatzes, wurden 2014 online mit Möbeln und Küchen umgesetzt.
Die Konzentration im Handel entwickelt sich weiter: Die Top Ten im deutschen Möbelhandel erwirtschafteten 2014 rund 15 Mrd. Euro Umsatz. Das sind 48 Prozent des Branchenumsatzes. Der BVDM erwartet bis 2020 einen Anteil von deutlich mehr als 50 Prozent. Getrieben wird das Wachstum im Wesentlichen durch Zukauf. Neue Standorte entstanden beispielsweise durch die Max-Bahr-Pleite. Alleine 17 Standorte übernahmen Möbelhandelsunternehmen. Der Flächenzuwachs hat sich 2014 etwas abgeschwächt. Insgesamt verfügt der deutsche Möbelhandel über rund 23 Mio. qm Verkaufsfläche. Hiervon werden 5,7 Mio. qm – das entspricht einem Viertel der Fläche – von 165 Häusern mit mehr als 25.000 qm Verkaufsfläche betrieben.
Bezogen auf die Sortimentsbereiche sind Küchenmöbel mit 28 Prozent Umsatzanteil nach wie vor die stärkste Warengruppe, gefolgt von Polstermöbeln mit 18 Prozent sowie Schlaf- und Wohnzimmermöbel mit jeweils 12 Prozent. "Besonders Boxspringbetten sind seit über zwei Jahren ein absoluter Verkaufsschlager, zu Lasten der Schlafzimmerkastenmöbel", so Thomas Grothkopp.
Zur Möbel-, Küchen- und Einrichtungsbranche im engeren Sinn zählt das statistische Bundesamt 9.000 Unternehmen. Dies entspricht ebenso wie die Zahl der Beschäftigten im Einrichtungshandel mit 100.000 dem Vorjahresniveau. Im gesamten deutschen Einzelhandel, in dem rund 2,7 Mio. Menschen beschäftigt sind, stehen derzeit 110.000 junge Leute in einem Ausbildungsverhältnis.
"Innerhalb des europäischen Möbelhandels nimmt der deutsche Möbelhandel zu Recht eine vorbildliche Rolle ein und spielt in der Champions League ganz vorne mit", schloss Thomas Grothkopp.