Top-Haushaltsmarken
Der Online-Direktvertrieb ist weiter auf dem Vormarsch
Acht von zehn untersuchten Haushaltsmarken vertreiben ihre Produkte über einen eigenen Online-Shop, wie die aktuellen Ergebnisse des ECC-Markenmonitors in Zusammenarbeit mit Commerce Connector belegen. Analysiert wurden die Online-Auftritte von Villeroy
Acht von zehn untersuchten Haushaltsmarken vertreiben ihre Produkte über einen eigenen Online-Shop, wie die aktuellen Ergebnisse des ECC-Markenmonitors in Zusammenarbeit mit Commerce Connector belegen. Analysiert wurden die Online-Auftritte von Villeroy & Boch, Rosenthal, WMF und Silit sowie Kahla, ASA Selection, Zwilling und Nachtmann. Über die Websites von Kahla und ASA Selection können sich Kunden zudem zu Partnerhändlern – darunter Home24, Galeria Kaufhof oder Amazon – weiterleiten lassen. Auch Fissler-Produkte sind über einen Marken-Shop erhältlich; dieser wird bekanntlich von Design3000 betrieben.
Bei Fackelmann-Produkten wird auf einen Online-Direktvertrieb verzichtet; die Website verweist stattdessen auf stationäre Cash&Carry-Märkte und den Gastronomiebedarf. Zusätzlich zu den implementierten Online-Shops halten auch alle anderen untersuchten Marken-Websites Informationen zum stationären Händlernetz bereit – jedoch in unterschiedlichem Umfang. Öffnungszeiten der Ladengeschäfte, in denen die Markenprodukte angeboten werden, finden beispielsweise nur Besucher der Zwilling-Website. Auf der Website von Rosenthal können Interessierte dagegen gezielt nach stationären Händlern suchen, die eine bestimmte Produktlinie führen.
Die Präsentation der Haushaltswaren kann auf allen untersuchten Websites überzeugen. Besonders positiv fallen Fackelmann und Nachtmann auf: Professionelle Videos bringen Website-Besuchern Herstellungsverfahren näher oder assistieren z. B. beim Aufbau von Küchenmöbeln. "Neben der 360-Grad-Ansicht, Zoomfunktionen oder Produktratgebern sollten Hersteller die Chance nutzen, Produktpräsentationen durch den Einsatz von Videos zusätzlich aufzuwerten. Kunden können so emotional stärker angesprochen werden, wodurch die Kaufentscheidung nachweislich gestützt wird", sagt Markus Röse, Leiter Business Development der Commerce Connector GmbH.
So gut die desktopbasierten Internetauftritte der Top-Haushaltsmarken auch sind – keine untersuchte Website ist für mobile Endgeräte optimiert. "Hier besteht definitiv Handlungsbedarf. Smartphones und Tablets spielen bei der Informationssuche und beim Online-Shopping eine immer größere Rolle. Diese Entwicklung dürfen Hersteller nicht verschlafen", mahnt Sabrina Mertens, Leiterin des ECC Köln.

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