Otto Group

Deutlich besseres Ergebnis

"Unsere Strategie des werthaltigen Wachstums zahlt sich aus. Wir erwirtschaften mehr Umsatz, erzielen ordentliche Gewinne und haben allein in den vergangenen beiden Jahren rund 1.150 neue Arbeitsplätze geschaffen." Hans-Otto Schrader,

"Unsere Strategie des werthaltigen Wachstums zahlt sich aus. Wir erwirtschaften mehr Umsatz, erzielen ordentliche Gewinne und haben allein in den vergangenen beiden Jahren rund 1.150 neue Arbeitsplätze geschaffen." Hans-Otto Schrader, Vorstandsvorsitzender der Otto Group, gab sich auf der heutigen Bilanzpressekonferenz am Firmensitz in Hamburg selbstbewusst. Das kann er auch sein. Der Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2013/14 (28. Februar) kletterte währungskursbereinigt um 3,3 Prozent auf 12 Mrd. Euro (nach Wechselkurseffekten um 1,8 Prozent). Zudem erzielte der Konzern ein deutlich verbessertes Ergebnis. Das EBIT – Ergebnis vor Zinsen und Steuern – stieg von 386 auf 392 Millionen Euro. Der Jahresüberschuss legte um 23 Prozent auf 179 Millionen Euro zu. Die Zahl der weltweit im Konzern Beschäftigten erhöhte sich um 434 auf 54.257 Vollzeitstellen, in Deutschland stieg die Zahl um 635 auf 25.972.
Zu schaffen machte Otto jedoch der starke Euro. Die Wechselkursentwicklungen wirkten sich außerhalb der Euro-Zone negativ aus. Besonders eklatant zeigte sich das zum Beispiel am Rubel. Der Umsatz in Russlang wuchs zwar um 9,1 Prozent, in Euro betrug das Plus jedoch nur noch 0,4 Prozent – auf 549 Mio. Euro. In der Region Nord- und Südamerika, die vor allem durch die nordamerikanische Einrichtungs- und Lifestyle-Gruppe Crate and Barrel bestimmt wird, blieb der Umsatz in Landeswährungen mit einem Rückgang von 0,3 Prozent weitgehend stabil.
"Außerordentlich gut", so Schrader, entwickelten sich die Aktivitäten der Otto Group in Deutschland. Die rund 17 Millionen aktiven Kunden sorgten für einen Umsatzzuwachs um 4,6 Prozent auf 7,064 Mrd. Euro. Die Einzelhandelsumsätze stiegen um 2,3 Prozent und damit stärker als die der Branche insgesamt, die laut Destatis um 1,4 Prozent zunahm. Das Segment Finanzdienstleistungen wuchs um 42,6 Prozent, das Segment Service, das im Wesentlichen durch die Hermes-Gruppe geprägt ist, um 12,5 Prozent.
Ausgesprochen positiv entwickelte sich auch der Online-Umsatz. Hier knackte die Otto Group erstmals die 6-Mrd.-Euro-Marke. Aus bestehendem Geschäft heraus hat es der Konzern demnach geschafft, über die weltweit über 100 Online-Shops 363 Mio. Euro mehr zu erlösen und damit 6,063 Mrd. Euro zu erzielen (+6,4 Prozent). Die Online-Umsätze stehen damit für 60,5 Prozent der gruppenweiten Einzelhandelsumsätze. Im deutschen Markt konnte ein Zuwachs von 7,2 Prozent oder 266 Millionen auf 3,960 Milliarden Euro erzielt werden. Allein mit dem Zuwachs in Höhe von 266 Mio. Euro, erläuterte Schrader, würde Otto zu den Top 15-Onlineshops in Deutschland gehören.